Polen, Warschau 

Nationalstadion

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Wettbewerb 2007 – 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg und Hubert Nienhoff mit Markus Pfisterer
Projektleitung Markus Pfisterer, Martin Hakiel
Projektleitung Dach Martin Glass
Mitarbeiter Entwurf alphabetisch Stephanie Eichelmann, Claudio Aceituno Husch, Jochen Köhn, Lars Laubenthal, Fariborz Rahimi-Nedjat, Christian Wentzel
Mitarbeiter Ausführung alphabetisch Marta Antosik, Carsten Borucki, Lena Brögger, Katarzyna Ciruk, Stefanie Eichelmann, Silke Flaßnöcker, Alberto Franco Flores, Ulrike Geißler, Ruthie Gould, Claudio Aceituno Husch, Patrick Klügel, Monika Kwiatkowski, Lars Laubenthal, Marisa Maitert, Ausias José Lobatón Ortega, Lisa Pfisterer, Fariborz Rahimi-Nedjat, Nikolai Reich, Stefan Saß, Florian Schwarthoff, Sonia Taborda, Semra Ugur, Katya Vangelova, Christian Wentzel
Arbeitsgemeinschaft mit J.S.K. Architekci Sp. z o.o. und schlaich bergermann und partner
Tragwerksentwurf und -planung Dach schlaich bergermann und partner – Knut Göppert mit Knut Stockhusen und Lorenz Haspel
Haustechnik HTW, Hetzel, Tor-Westen + Partner, Biuro Projektów "DOMAR"
Freiraumplanung RAK, Architectura Krajobrazu, Warschau
Generalunternehmer Konsorcjum ALPINE BAU DEUTSCHLAND AG, ALPINE BAU GmbH, ALPINE Construction Polska Sp. z o.o., HYDROBUDOWA POLSKA S.A. i PBG S.A.
Bauherr Narodowe Centrum Sportu Sp. z o.o.
Bauzeit 2008–2011
Ränge 2
Sitzplätze 55.000
VIP-Logen 68
VVIP-Logen 1
Businessplätze 2.600
Plätze für Rollstuhlfahrer 114
Presseplätze 580
PKW-Tiefgaragenstellplätze 1.800
Länge des Stadions 314 m
Breite des Stadions 280 m
Höhe des Stadions 97 m

 

Fotografen:

Krystian Trela

Marcus Bredt

www.marcusbredt.de

 

Weiterführende Links:

Film zum Nationalstadion Warschau

Polen und die Ukraine sind Austragungsorte der UEFA Fußballeuropameisterschaft 2012. Für den Neubau des polnischen Nationalstadions in Warschau wurde 2007 ein internationaler Architekturwettbewerb ausgeschrieben, den gmp als Entwurfsverfasser zusammen mit J.S.K. Architekci, Warschau, und schlaich bergermann und partner, Stuttgart für sich entscheiden konnte.

Während sich der äußere Dachrand im Grundriss als harmonisch fließende Kurve darstellt, orientiert sich der Rand des festen Dachs an der Spielfeldgeometrie. Dazu werden achsweise nach oben führende Seile angeordnet, die die Lasten aus der leichten, faltbaren Membran des Innendachs aufnehmen. Die von vier Seilen getragene Mittelstütze dient neben dem Lastabtrag auch zur Aufhängung der zentralen Videowände und als "Parkgarage" des Innendachs.

Unverwechselbares Erkennungsmerkmal ist die gewobene Fassade in den polnischen Nationalfarben Rot und Weiß. Diese transluzente Schicht vereinheitlicht unterschiedlichen Bereiche innerhalb des Stadions zu einer Großform. Nachts wird diese Fassade durch die integrierte Beleuchtung in ihrer Farbigkeit und Erkennbarkeit betont. Sie fasst die dahinter liegenden Funktionen zusammen, wodurch spätere Nutzungsänderungen auch in der thermischen Fassade durchgeführt werden können, ohne den architektonischen Gesamteindruck zu beeinträchtigen.

Somit wird das Stadion zu einer multifunktionalen Arena, die auch nach der Europameisterschaft 2012 eine nachhaltige städtebauliche und funktionale Entwicklung für Warschau darstellt.