Südafrika, Port Elizabeth 

Nelson Mandela Bay Stadion

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Direktauftrag 2005
Entwurf Volkwin Marg und Hubert Nienhoff mit Holger Betz
Partner Hubert Nienhoff
Projektleitung Holger Betz, Silke Flaßnöcker
Mitarbeiter Entwurf Robert Hormes, Burkhard Pick, Alberto Flores, Tobias Schaer, Martin Krebes
Mitarbeiter Ausführung Burkhard Pick, Martin Krebes, Margret Böthig
Arbeitsgemeinschaft mit ADA Architectural Design Associates, Dhiro Kalian; Dominic Bonnesse Architects; NOH Architects, Gapp Architects
Bauherr Nelson Mandela Bay Municipality
Tragwerksplanung SDD8E Joint Venture; Dach: schlaich bergermann und partner
Elektrotechnik Clinkscales Maughan-Brown
Sanitär/Heizung WSP Consulting Engineers
Lüftung WSP Consulting Engineers
Brandschutz Clinkscales Maughan-Brown
Projektsteuerer BKS Engineering and Management
Generalunternehmer Grinkaker-LTA / Interbeton
Bauzeit Dezember 2006 bis Dezember 2009
Anzahl Ränge 2
Sitzplätze 46.000 zur WM 2010
BGF 50.000 m²
BRI 95.000 m³


Länge Dachaußenkante bis Dachaußenkante ca. 267 m
Breite Dachaußenkante bis Dachaußenkante ca. 207 m
Höhe von Spielfeld bis Dach ca. 40 m
Höhe über Landschaft (der Unterrang ist eingegraben) ca. 33 m

 

Fotografen:

Grinaker-LTA

Marcus Bredt

www.marcusbredt.de

Das als Fußball und Rugby-Stadion konzipierte Nelson Mandela Bay Stadium befindet sich am North End Lake mit Terrassen und Hügeln inmitten des Prince Alfreds Park. Als Solitär ist das Stadion in das Ensemble eingebettet und ragt wie eine Blüte am Ufer des Sees hervor. Direkt am See gelegen, spiegelt sich der Baukörper im Wasser und erzeugt ein einzigartiges Bild.
 
Die Silhouette des Stadions ist durch die klare Struktur der Konstruktionsglieder geprägt. Sie formen einen Kolonnadengang, der das gesamte Stadion umschließt. Die verglaste Lounge-Ebene bildet den horizontalen Abschluss der Kolonnaden. Die blattähnlich geformten Dachelemente, deren Spitzen sich bis zum Boden der Lounge-Ebene erstrecken, schweben über diesem Ring und runden das Bild ab.

Die Dachkonstruktion orientiert sich an lokalen Besonderheiten und schützt die Zuschauer nicht nur vor der Sonne, sondern auch und vor allem vor den häufig auftretenden, heftigen Seewinden. Es handelt sich dabei um eine durch Dreigurtbinder getragene Aluminium-Blecheindeckung mit weißen PTFE Membranflächen in den Zwischenfeldern. Alle technischen Elemente wie Beschallung und Beleuchtung und auch der Wartungsgang sind in das Dach integriert.

Das Stadion ist für 48.000 Zuschauer, die sich auf Ober- und Unterrang verteilen, konzipiert. Die gerundete Tribünenform des Stadions ermöglicht optimale Sichtbedingungen und garantiert eine dichte, emotionale Atmosphäre. Das Konzept berücksichtigt nicht nur funktionale, technische und klimatische, sondern auch kulturelle Aspekte. Die Fassade, die sich am hinteren Teil des Kolonnadenganges befindet, wird vonlokalen afrikanischen Kunsthandwerkern gestaltet, so dass hier eine 700m lange Ausstellung traditioneller und moderner Afrikanischer Kultur entsteht.

Der Bau des Nelson Mandela Bay Stadium bietet die Chance, Port Elizabeth mit einer hochwertigen Sportanlage auszustatten, das ein gesamtes Stadtgebiet aktiviert. Denn Ziel des Entwurfes istes, das Stadion auch nach der WM optimal auszulasten. Alle Pressebereiche des Stadions können zu Büros und Freizeiteinrichtungen umgestaltet werden. Zwischen Stadion und See wird einöffentlicher Platz geschaffen, der Erholung am Wasser bietet. Neben den Sport- und Freizeitvereinen in Port Elizabeth, welche das Stadion täglich nutzen werden, wird sich das Quartier um denPrince Alfreds Park zu einem Ausflugsziel entwickeln.