Deutschland, Erlangen 

Neubau des Operativen Zentrums am Universitätsklinikum Erlangen

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Wettbewerb 2012 – 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg
Assoziierter Partner Christian Hoffmann
Projektleitung Martin Bleckmann, Sebastian Hilke
Mitarbeiter Entwurf Stefan Walter
Bauherr Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg

 

Fotografen:

Rendertaxi

www.rendertaxi.de

Mit ihrem Entwurf für das neue Operative Zentrum des Universitätsklinikums Erlangen haben die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) aus Aachen den ersten Preis gewonnen. Dies entschied die 13-köpfige Jury nach der Bewertung von 17 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen. Die Wettbewerbsaufgabe sah vor, auf 15.000 Quadratmetern Nutzfläche Operationssäle, Intensivstationen, Ambulanzen, die Notaufnahme und Röntgendiagnostik sowie Technikräume sinnvoll zueinander zu organisieren. Der Funktionsbau soll parallel zu dem neuen Bettenhaus verlaufen und damit verbunden sein. Auch ein Hubschrauberlandeplatz ist auf dem Neubauprojekt vorgesehen. Außerdem sollten die Architekten in einem Ideenteil eine städtebauliche Lösung für eine zukünftige Erweiterung auf dem Gelände entwickeln. Ehe die konkrete Planung beginnen kann, stehen das gesetzlich vorgeschriebene Vergabeverfahren und die Bewilligung des Bayerischen Finanzministeriums an.

Das Operative Zentrum (OPZ) orientiert sich in Höhe und Ausmaßen an den Bestandsbauten auf dem Klinikgelände. Mit Staffelgeschoss und Hubschrauberlandeplatz hat es fünf Geschosse. Materiell und gestalterisch bezieht sich das OPZ auf das danebenliegende neue Bettenhaus und verbindet es mit der Chirurgie zur baulichen Einheit: Die Fassaden werden geputzt, die Fenster mit bestehenden vertikalen Elementen gleichmäßig rhythmisiert. Die
Aluminiumfarbe sowie die Strukturen der Lamellenflächen des neuen Bettenhauses werden im OPZ aufgegriffen. Damit entsteht ein für den Haupteingang des Uni-Klinikums einladender Baukörper.

Das Entree zu dem neuen Haupteingang bildet eine offene zweigeschossige Kolonnade, die zugleich dem vorgelagerten Maximiliansplatz eine klare bauliche Fassung verleiht. Zwischen OPZ und neuem Bettenhaus vebindet eine verglaste Magistrale die Bereiche und erschließt sie teilweise auch über Brücken. Neben Treppen und Aufzügen verbinden Galerien die Ebenen miteinander. Von der Magistrale aus sind alle Funktionsbereiche der Chirurgie unmittelbar zu erreichen. Das Glasdach lässt Tageslicht hinein, das von metallischen und gläsernen Oberflächen reflektiert wird – Tages- und Jahreszeiten sind für Patienten, Gäste und Mitarbeiter des Klinikums in der Magistrale erlebbar.