Deutschland, Hamburg 

Parkrotunde P2 am Flughafen Hamburg

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Entwurf Meinhard von Gerkan
Projektleitung
Karsten Brauer
Mitarbeiter Klaus Hoyer, Uwe Pörksen, Christian Kleiner
Statik Ing.-Büro Schwarz und Dr. Weber
Bauherr Flughafen Hamburg GmbH
Baufirma E. Heitkamp
Bauzeit 1989–1990
Einstellplätze 808
Geschosse 8
Durchmesser ca. 61 m
BGF ca. 28.000 m²

 

Fotografen:

Heiner Leiska

www.leiska.de

 

Weiterführende Links:

Flughafen Hamburg, Terminal 1
Flughafen Hamburg, Terminal 2

Das Parkhaus bildet durch seine Lage und Formensprache den Städtebaulichen Dreh- und Gelenkpunkt zwischen unterschiedlichen Gebäudeausrichtungen und Bereichen des Flughafens. 800 Stellplätze auf neun Parkebenen sind beidseitig an einer ringförmigen Fahrgasse angeordnet. Die Ebenen werden durch zwei gegeneinander versetzte, spindelförmige Rampen für Auf- und Abwärtsverkehr im Mittelpunkt des Kreises erschlossen (Doppelwendelrampe). Jede Ebene kann gezielt angefahren werden. Auf den Rampen und den Parkdecks herrscht Einbahnverkehr, Verkehrüberschneidungen gibt es nur an den Ein- bzw. Ausfahrten.

Die Fußgängererschließung erfolgt an der Nordseite vis-à-vis zum Abfertigungsgebäude. Der Treppenturm mit seiner Fassade aus Glasbausteinen ist durch leichte Brücken mit dem Parkhaus verbunden. Ein zurückgestuftes Technikgeschoss deckelt die Spindelrampe gegen Witterungseinflüsse ab.

Wesentliches Gestaltungselement des Parkhauses ist neben der dominierenden geometrischen Kreisform die Gliederung der Geschosse durch einen teilweise vorgehängten "screen" aus Stahlrosten. Er gewährleistet Ausblick und Durchlüftung, ist zugleich aber "optische Haut". Die Anlage ist auf praktische Benutzung ausgelegt, mit einfachsten Materialien wird das Gebäude umhüllt. Materialien und Details sind mit hoher Disziplin zusammengefügt.