Deutschland 

Philips Messestand

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Wettbewerb 1998 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan mit Wolfgang Haux und Magdalene Weiß
Mitarbeiter Peter Radomski
Bauherr Philips Licht
Bauzeit Jan. - April 1999
BGF 450 m²
BRI 1.072 m³

 

Fotografen:

Heiner Leiska

www.leiska.de

Idee
Jede Ausstellung ist ein Jahrmarkt, architektonische Aufgeregtheiten und Ausstellungsinszenierungen überbieten sich in Vielgestaltigkeit und Reizüberflutung. Deshalb soll der 2-geschossige Pavillon der Philips Licht AG als Messestand ein kontemplatives Gegenstück darstellen.

Durch seine Geschlossenheit nach außen macht er das Messepublikum neugierig und bietet dem eintretenden Standbesucher innen offene Ausstel-lungsbereiche. Die Aufmerksamkeit des Betrachters wird ungestört auf die Exponate gelenkt.

Die Erscheinung des Pavillons ist strukturell einfach und sinnfällig, reduziert auf wenige Materialien und präzise im Detail. Sein unverwechselbares Er-scheinungsbild wird dafür sorgen, daß der Philips-Messestand über die kurzlebige Ausstellung hinaus dem Besucher dauerhaft in Erinnerung bleiben wird.

Bausystem
Der Pavillon wird aus einem modularen Bausystem mit wenigen unter-schiedlichen Elementen zusammengefügt. Diesem elementierten System liegt ein räumliches Rastermaß von 3,00 m in x-, y- und z-Achsen zugrunde.

Die Primärstruktur besteht aus einem Pfosten-Riegel-System und wird in Stahlbau gefertigt. Biegesteife Verbindungsknoten sorgen für die notwendige Aussteifung.

Die Sekundärstruktur bilden Ausfachungen, die austauschbar sind. Sie können nach Anforderung und geplanter Rauminszenierung aus offenen oder geschlossenen, aus transparenten oder transluzenten, aus selbstleuchtenden oder beleuchteten Elementen bestehen.

Als Symbol für die Firma Philips, die als eine der ersten Firmen die Glühbirne entwickelt hat und heute weltweit führend in der Lampenproduktion ist, werden die Wände und Raumteiler aus angehäuften Philips-Lampen (klar) hergestellt, gehalten durch eine Stahl-Rahmen-Konstruktion mit 2 Sicherheits-Glasscheiben.

Bei der Präsentation auf der Hannover-Messe 1999 waren in den Wänden insgesamt 110.000 Glühlampen eingefüllt.