Deutschland, Ingolstadt 

Pionierschule

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Wettbewerb 2002 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Joachim Zais
Partner Jürgen Hillmer
Projektleitung Kai Ritzke
Projektsteuerung Christian Kleiner
Mitarbeiter Wettbewerb (2002) Matias Otto, Heiko Thiess, Jörn Herrmann, Udo Meyer, Janis Guida
Mitarbeiter 2. Entwurf/Ausführung (2006-2009) Susi Winter, Dominik Reh, Jan Blasko, Mike Berrier, Radmilla Blagovcanin, Julia Bouchain, Timo Heise, Matthias Holtschmidt, Klaus Hoyer, Alexander Lellig, Nicole Loeffler, Maren Lucht, Elena Melnikova, Rouven Oberdiek, Simon Ranzenberger, Vita Römer, Helga Schlanze-Hünerbein, Dirk Tietgen, Malte Wolf, Gabi Wysocki
Tragwerksplanung Ingenieurbüro Sailer, Stepan und Partner GmbH
Haustechnik Ingenieurbüro Frey Donabauer Wich, Gaimersheim; Ingenieurbüro Ottitsch, München; Ingenieurbüro Reimer, Minden
Freiraumplanung Landschaftsarchitekt Peter Kluska, München     
Bauherr Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Staatliche Bauamt Ingolstadt
BGF 87.000 m²
BRI 222.000 m³
Bauzeit 2006–2009

 

Fotografen:

Horst Schalles

Juergen Schmidt

jürgen_schmidt_fotografie@gmx.de

Neben der Pionierschule und der Fachschule des Heeres für Bautechnik sind auf dem zirka 27 Hektar großen Areal die multinationale Ausbildungseinrichtung ENTEC, das Gebirgspionierbataillon 8, die Sanitätsstaffel Ingolstadt und die Standortverwaltung Ingolstadt untergebracht.

Den Mittelpunkt der Gesamtanlage bildet die identitätsstiftende Hauptachse. Ein künstlicher Wasserlauf als Symbol für die Arbeit der Pioniere führt von dem Be-reich der Lehre und Ausbildung (Pionierschule) zu dem der „kämpfenden Truppe“ (Gebirgspionierbataillon). Die Endpunkte der von einer Platanenallee gefassten zentralen Achse bilden das Lehrsaalgebäude im Westen und der weiträumige Grundausbildungsplatz mit dem Sporthallenkomplex im Osten. Die Architektur-sprache ist zurückhaltend und unprätentiös: Die beiden Hauptgebäude sind mit einer ruhig gegliederten Fassade aus anthrazitfarbenen Faserzementplatten be-kleidet.

Dem Lehrsaalgebäude kommt eine besondere Bedeutung zu. Mit seiner Aula in der verglasten Eingangshalle bietet es eine Multifunktionsfläche für besondere Veranstaltungen. Die beiden flankierenden Lehrsaalriegel fassen den Außenbe-reich zu zwei dreiseitig umschlossenen Höfen und bilden so ein angemessenes Entree.

Auch die anderen Neubauten – wie das Ausbildungszentrum, die zentrale Waf-fenkammer und die Wache – werden in ihrer architektonischen Aussage durch die räumliche Ausbildung und ihre Gliederung bestimmt. Gemeinsam ist ihnen allen die kubische Gebäudeform mit Flachdachabschluss. Helle Putzfassaden mit zu horizontalen Bändern zusammengefassten Fensterelementen dominieren hier, wie auch an den gestalterisch komplett überarbeiteten Bestandsgebäuden aus den 50er und 60er Jahren.