Deutschland, Bad Steben 

Spielbank

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Wettbewerb 1997 - 1. Preis
Entwurf Meinhard v. Gerkan mit Anja Meding
Partner Klaus Staratzke
Mitarbeiter Entwurf Sigrid Müller, Sona Kazemi
Projektleitung Justus Klement, Anja Meding
Mitarbeiter Ausführung Bettina Groß, Evgenia Werner, Maja Gorges, Jessica Weber, Marina Hoffmann
Bauherr Gemeinde Bad Steben
Bauzeit 1999 – 2001
Eröffnung 23. März 2001
BGF 4.216 m²
BRI: 20.038 m³

 

Fotografen:

Gerhard Aumer

Klaus Frahm

www.klaus-frahm.de

Das Auf und Ab des Glückspiels dient als konzeptionelle Metapher, die sich bildlich in Wellenbewegungen der Dachlandschaft umsetzt – sie ist zugleich eine Analogie zur umgebenden Hügellandschaft und dem Fließen des schmalen Stebenbaches. Fünf versetzte Sinuswellen entsprechen der fünfteiligen Gliederung des Bauwerks, in fünf Häuser gewissermaßen, die sich dem kleinteiligen Maßstab der Umgebung annähern.

Eine schwach geneigte Brücke führt als Empfangsgeste von Vorfahrt und Parkplatz über den Lauf des Stebenbaches in die hohe Empfangshalle der Spielbank. Das Wellendach überdeckt weitausladend den Zuweg. Analog zu den Bändern der Dachwellen gliedern sich die Raumzonen im Innern, so ist jedem der fünf Bänder eine Nutzung zugeordnet.

Das breiteste Band in der Gebäudemitte beherbergt, mittig durch die Kasse getrennt, im Norden den Saal für das „Kleine Spiel“, im Süden den für das "Große Spiel".

Beidseitig dazu wurden im folgenden Band, durch den Tresorraum getrennt, zwei Bars angelagert und zusätzlich auf der südlichen Seite ein Restaurant, gefolgt von einer Service-Schiene in einem weiteren Gebäudeband auf der einen Seite der Spielbank und der Empfangs- und Garderobenhalle auf der anderen.

Die Außenwände sind mit einer grünschimmernden Glasfassade überzogen. Die Hinterleuchtung der Glasflächen gibt dem Gebäude bei Dunkelheit trotz seiner noblen Zurückhaltung einen sehr selbstbewussten Auftritt.