Deutschland, Potsdam 

Sport und Freizeitbad am Brauhausberg

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Wettbewerb 2013 - 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg und Hubert Nienhoff mit Kristian Spencker
Partner Hubert Nienhoff
Projektleitung Kristian Spencker, Michael Scholz
Mitarbeiter Wettbewerb Oliver Boersch, Katja Godejohann, Veit Lieneweg, Silvia Schneider,  Arihan Senocak, Daniel Tomé (alphabetisch)
Mitarbeiter Ausführung Claudia Chiappini, Kerstin Fuchs, Katja Godejohann, Christ Hättasch, Katrin Karos, Christiane Putschke-Tomm, Silvia Schneider, Katerine Witte (alphabetisch)
Arbeitsgemeinschaft mit HMI Hartwich/Mertens/Ingenieure Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH, big Bechtold Ingenieurgesellschaft mbH, Capatti Staubach – urbane Landschaften
Bauherr Stadtwerke Potsdam GmbH
BGF 23.018 m²
Bauzeit 2014 -2016

 

Fotografen:

gmp

www.gmp-architekten.de

 

Weiterführende Links:

www.swp-potsdam.de

Ausgangspunkt für den Entwurf des neuen Bades ist die Potsdamer Kulturlandschaft, die als einzigartige Symbiose aus Architektur und gestalteter Landschaft durch diesen neuen Baustein ergänzt wird. Die innere Organisation ergibt sich aus diesem besonderen Kontext, der für das Bad bis ins Detail gestaltgebend ist.

Wesentlich für die markante Architektur des Bades sind außerdem die inneren Funktionsabläufe und Raumsequenzen. Der Besucher betritt das Bad über eine großzügig verglaste zweigeschossige Eingangshalle. Über diese werden nicht nur das Eingangsfoyer, das Bistro im Erdgeschoss (EG) und die Zuschauertribüne des 50m-Sportbeckens im 1.Obergeschoss (OG) erschlossen, sondern sie bietet Sichtbeziehungen bis in den Badebereich.

Vom Eingangsfoyer mit Kassentheke und Boutique erreicht man die Umkleiden der Badelandschaft im Erdgeschoss sowie über eine großzügige Treppe die Umkleiden des Saunabereichs im 1.OG. Eine Magistrale und darin eingebundene Treppen und Aufzüge erschließt das Sport- und Freizeitbad im EG, die Gastronomie im 1.OG und die Saunalandschaft im 2.OG. Dem in seinen Dimensionen vorgegebenen Sport Bad steht das Freizeitbad als geschwungene Wasserlandschaft mit vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten und Wellnesszonen gegenüber. An der Westfassade öffnet sich das Freizeitbad zur Liegewiese und der Nachmittagssonne. Der Saunabereich im 2.OG verbindet sich über seine Nordfassade mit dem Außenbereich, der als Dachgarten in das Volumen eingelassen ist. In einem späteren Bauabschnitt erfährt die Saunalandschaft mittelfristig eine innen- wie außenräumliche Erweiterung. Der zukünftige Fitnessbereich an der Max-Planck-Straße kann als weiterer Bauabschnitt hier konstruktiv und funktional angebunden werden. Sämtliche Technikbereiche sind im kompakten Volumen, von außen nicht wahrnehmbar, integriert.

Das Gebäude selbst ist als Skulptur konzipiert, an deren Volumetrie sich die Funktionen im Innern klar ablesen lassen. Große Öffnungen machen die öffentlichen Bereiche wie Foyer, Gastronomie, Sport- und Freizeitbad im öffentlichen Raum erlebbar. Sauna -und Wellnessbereich hingegen sind als privatere Bereiche im geschlossenen Massiv des Obergeschosses eingelassen. So bildet die Dachlandschaft mit dem gestalteten Einschnitt für Saunagarten und Außenschwimmbecken die fünfte Fassade des Gebäudes, die die Perspektivwirkung und die Einblicke vom Brauhausberg gestalterisch berücksichtigt.