Entwurf Volkwin Marg und Christian Hoffmann, 2008
Projektleitung Jörg Greuel
Mitarbeiter Entwurf Tobias Unterberg, Olaf Peters, Flori Jackowski
Mitarbeiter Ausführung Tobias Unterberg, Olaf Peters, Gesche Arns, Katja Mezger, Tobias Bley, Marie Merkelbach
Statik Werner Sobek
Haustechnik Scholze Consulting
Lichtplanung Conceptlicht, Traunreut
Freiraumplanung Lehmacher und Siller Landschaftsarchitekten
Generalunternehmer Dachkonstruktion Max Bögl
Bauherr Zeromax GmbH
Ränge 2
Sitzplätze 35.000
VIP-Logen 10
Businessplätze 2.000
Plätze für Rollstuhlfahrer 50
Presseplätze 108
PKW-Tiefgaragenstellplätze 384
Länge des Stadions 226 m
Breite des Stadions 189 m
Höhe des Stadions 37,5 m
Fotografen:
Heiner Leiska
Der zentralasiatische Staat Usbekistan entstand 1925 als Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik und wurde 1991 unabhängig. Als ein Ausdruck der gestiegenen nationalen Eigenständigkeit entwickeln sich unter zunehmender Mitwirkung privater Sponsoren lokale Fußballvereine zu Clubs von internationaler Bedeutung. Der internationale Wettstreit der asiatischen Fußballclubs erfordert neben der Professionalisierung der Teams und deren Betreuung auch die Modernisierung der Sportstätten, die insbesondere bei internationalen Wettkämpfen den Anforderungen der Welt- Fußballföderation genügen müssen. Der erst im Juli 2005 unter dem Namen Neftgazmontaj-Quruvchi gegründete Verein Bunyodkor Taschkent erlebt einen außergewöhnlichen Aufstieg, der seinen Ausdruck in der Teilnahme des Clubs an der AFC Champions League 2008 fand.
Mit dem Projekt Sportpark Taschkent, einer Spiel- und Trainingsanlage auf höchsten internationalen Niveau, wird dem Ziel Rechnung getragen, den Erfolg des Vereins zu sichern und langfristig auszubauen. Zu dem Neubau eines vollständig überdachten Stadions für 35.000 Zuschauer gesellen sich 8 Übungsplätze mit Natur- und Kunstrasen, ein Sporthotel der Luxusklasse und ein Sportinternat zur Nachwuchsförderung für ca. 200 Schüler.
Eine zentrale Wasserachse bildet das Rückgrat der großmaßstäblich gegliederten Sportparkanlage, die nicht ausschließlich dem Training der Sportler vorbehalten ist, sondern als städtischer Park auch der Erholung der Bürger Taschkents dienen wird. Auf erhöhtem Deich zu Alleen gepflanzte Pyramideneichen gliedern den Park im Rhythmus der Spielfeldgröße und ermöglichen den Besuchern den Blick über das Geschehen auf den Trainingsplätzen von erhöhtem Standpunkt.
Mit dem Neubau des Stadions entsteht eine städtebauliche Landmarke am Kreuzungspunkt zweier Hauptverkehrsachsen Taschkents. Mit einer am inneren Dachrand vorgespannten, gefalteten Membrandachkonstruktion wird die Tribünenschüssel überdacht. Seine besondere architektonische Signifikanz erhält das Gebäude durch die Überleitung der gefalteten Membrandachkonstruktion in den oberen Fassadenbereich des Stadions. Die traditionelle Bauform des nach außen geneigten Spitzbogens findet sich in der Gestaltung der Überdachung wieder.











