China, Hangzhou 

Südbahnhof, Hangzhou

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Wettbewerb 2011 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Mitarbeiter Entwurf Jiang Linlin, Zhang Yingying, Zhang Xiaoguang
Bauherr Ministry of Railways
BGF 90.000 m²
Anzahl der Bahnsteige 7
Anzahl der Gleise 21
Anzahl der Passagiere/Jahr ab 2020 4,5 Millionen
Bauzeit 2012-2014

Nach dem ersten Preis in einem internationalen Wettbewerb sollen die  Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) den neuen Südbahnhof in Hangzhou realisieren. Der Um- und Erweiterungsbau auf der Südseite des Qiantang Flusses wird der drittgrößte Bahnhof der Millionenmetropole nach dem Ost- und dem Hauptbahnhof werden und im Xiao Shan Bezirk entstehen.

Der Entwurf spiegelt die lokale Kultur wider, indem der Bahnhof in seiner farblichen und materiellen Gestaltung Bezug auf die traditionellen Gebäude der Region nimmt: Das Podium besteht aus grauem Granit, die weißen Wände des Hauptgebäudes umschließen die Wartehallenebene, die von perforierten senkrechten Lamellen eingerahmt ist und sich von den traditionellen chinesischen Fensterläden herleiten.

Die Passagiere betreten den Bahnhof durch Foyers an der Ost- und Westseite. Die 200 Meter lange und 18 Meter hohe Wartehalle gestattet einen säulenfreien Aufenthaltsbereich, der von Tageslicht durchflutet wird und den Fahrgästen einen klaren Überblick und Orientierung ermöglicht. So entsteht ein Lichthof, der den Passagieren ein einzigartiges Raumerlebnis bei der Ankunft und Abfahrt bietet. Über Rolltreppen und Aufzüge gelangen die Fahrgäste und Besucher hinunter auf die insgesamt sieben Bahnsteige.

Der Südbahnhof in Hangzhou ist nicht das einzige Bahnhofsprojekt der gmp-Architekten. Neben dem Hauptbahnhof in Berlin, der als größter Kreuzungsbahnhof Europas dient, realisierten sie in China ebenfalls den Westbahnhof Tianjin, der nach seiner Fertigstellung im Jahr 2011 als Stopp auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Peking und Shanghai genutzt wird.