Deutschland, Berlin 

Swissôtel im Ku’damm-Eck

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Interieur Design
Entwurf Meinhard von Gerkan, 1999
Partner Nikolaus Goetze
Projektleitung Magdalene Weiß, Dieter Rösinger
Mitarbeiter Entwurf Thomas Haupt, Claudia Abt, Oliver Christ, Nicole Loeffler
Mitarbeiter Ausführung Uschi Köper, Elisabeth Menne, Andrea Dardin, Stefan Both, Katja Zoschke, Kai Ritzke
Investor Grothe Ku´damm-Eck KG
Bauherr Swissôtel
Bauzeit 2000-2001
BGF 23.000 m²
Hotelzimmer 320
Höhe 41 m

 

Fotografen:

Klaus Frahm

www.klaus-frahm.de

Als Großform aus der Durchdringung eines den Grundstücksgrenzen folgenden Sockels und einer Kreisform nimmt der Baukörper die unterschiedlichen Traufhöhen der Nachbarbebauung in fließenden Vor- und Rücksprüngen auf. Die Höhenstaffelung mindert zugleich optisch die Größe des Gebäudes.

Vor der im Streiflicht reflektierenden eigentlichen Fassade aus hartgebrannten Keramikplatten mit flächenbündigen Fenstern bewirken geschosshohe Lisenen aus gegossenem Aluminium als integraler Bestandteil der Fassadenkonstruktion einen fließenden Zusammenhalt des Baukörpers auch über unterschiedliche Nutzungsinhalte hinweg. Eine große Videowand von ca. 70 m² Fläche zieht die Aufmerksamkeit der Passanten an. Im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss befinden sich Ladenflächen, in den darüber liegenden Geschossen 3 bis 10 ein Hotel mit den dazugehörigen Konferenz- und Gastronomieflächen sowie eine Kunstgalerie.

Swissôtel
Ein Empfangsfoyer an der Augsburger Straße - akzentuiert durch einen dreigeschossigen Luftraum - bildet den ebenerdigen Eingang zum Hotel. Die Gäste erreichen die Hotellobby im dritten Obergeschoss über zwei gläserne Aufzüge. Das Thema der geschwungenen Fassade setzt sich im Innenraum des Hotels fort: Geschwungene, mit Holzlamellen verkleidete Wände charakterisieren sowohl das Foyer wie auch das dritte Obergeschoss und die Mezzaninebene darüber. Ausreichende Belichtung erhält der zweigeschossige Lobbybereich über ein verglastes Dach zum Innenhof. Eine gewendelte Treppe führt in das Mezzaningeschoss, in dem insgesamt neun größere Konferenzräume und vier kleinere Sitzungszimmer zur Verfügung stehen. Sowohl vom Ballsaal wie auch vom Restaurant genießt man durch die großzügig verglaste Fassade einen freien Blick auf den Kurfürstendamm und das Café Kranzler auf der anderen Straßenseite.

Die 316 Hotelzimmer der Fünf-Sterne-Klasse verteilen sich auf das vierte bis zehnte Obergeschoss. Sie orientieren sich nach außen zur Straße sowie nach innen zu dem siebengeschossigen nach oben offenen Innenhof. Bedingt durch die unregelmäßige Grundrisskonzeption des Gebäudes gibt es mehr als 15 in Größe und Form verschiedene Zimmertypen, denen jedoch ein gemeinsames Material- und Gestaltungskonzept zugrunde liegt. Als Material dominiert helles Holz. Ein umlaufendes, niedriges Sideboard verbindet alle Einbauten - Bett, Sessel, Schreibtisch, Ablagen und Garderobe - miteinander und bezieht als Fensterbank auch die großen Fensterflächen mit in die Gestaltung des Raumes ein, sodass neben dem warmen Holzton eine durchgängige Horizontalität die Einrichtung bestimmt.