Italien, Bologna 

Tecnopolo Bologna

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Internationaler Wettbewerb 2012 – 1. Preis
Entwurf
Volkwin Marg mit Robert Friedrichs
Mitarbeiter
Stephanie Joebsch, Alessia Spezzano, Alexander Kittel, Bernd Kottsieper, Claudia Schultze, André Wegmann, Peter Radomski
Gesamtfläche
für verschiedene Nutzung 110.000 m²
Bauherr
Società Finanziaria Bologna Metropolitana SpA

Der mit dem ersten Preis in einem internationalen Wettbewerb prämierte Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) verwandelt ein Industrie- und Baudenkmal im Norden Bolognas in einen zeitgemäßen Technologiepark. Die Fabrikanlagen des vormaligen Tabakmonopols des berühmten italienischen Ingenieurs und Architekten Pier Luigi Nervi werden behutsam erneuert und für neue Nutzungen umgebaut. Ergänzende Neubauten schreiben die Handschrift der denkmalgeschützten Gebäude aus den vierziger Jahren auf moderne Weise fort.

Das zirka 110.000 Quadratmeter Nutzfläche bietende Technologiezentrum wird neben einer Ausstellungshalle Labore, Büros und ein universitätsnahes Gründerzentrum für Forschungszwecke beinhalten sowie didaktische Einrichtungen wie Aulen und Universitätsinstitute. Hinzu kommen Kongresseinrichtungen samt Hotel sowie Servicebereiche wie Läden, ein Kindergarten, Restaurants und Kantinen, die im ehemaligen Kraftwerk eingerichtet werden.

Der Komplex wird an der Stadteinfahrt von der Autobahn signifikant durch den umgestalteten Schornstein markiert. Er ist hervorragend in die urbane Umgebung eingebunden. Im Inneren wird das Gebäudeensemble windmühlenartig um einen neuen zentralen Platz an dem imposanten ehemaligen Kraftwerk organisiert. Dabei entstehen vier Erschließungsachsen, die sich in verschiedenen Bauphasen flexibel gestalten lassen. Die Altbauten werden seismisch und energetisch ertüchtigt, in ihrer ursprünglichen architektonischen Ästhetik im Profil und farblich wiederhergestellt. Die Farbgestaltung wird an den Neubauten fortgeführt. Davon hebt sich das Kraftwerk mit seinem hohen Kamin in rotem Bologneser Ziegelstein ab.