Deutschland, Frankfurt/Main 

Theaterwerkstätten der Städtischen Bühnen

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Entwurf Volkwin Marg und Hubert Nienhoff mit Holger Betz und Kristian Spenker
Projektleitung
Bernd Gossmann
Mitarbeiter Entwurf
Rüdiger von Helmolt, Brigitta Kortz, Felix Gast, Daniel Lampe
Mitarbeiter Ausführung
Felix Gast, Nicole Jahn, Florian Klee, Brigitta Kortz, Christian Klimaschka, Felix Mantel, Antje Pfeifer
Bauleitung
Alexis Michalec, Carsten Nawrath, Knut Nell, Jörg Schlieckmann, Mohammed Whaby, Bernd Adolf, Christoph Rückle
Bauherr
Städtische Bühnen Frankfurt am Main
BGF-Daten
13.834.50 m²

 

Fotografen:

Marcus Bredt

www.marcusbredt.de

Die Dekorationswerkstätten befinden sich im südlichen Teil des Gebäudes an der Hofstraße. Der Neubau beinhaltet Lagerräume für alle Werkstattbereiche. Jeweils übereinander gestapelt wurden Beleuchterwerkstatt, Schreinerei, Schlosserei, Plastiker- und Tapezierwerkstatt. Ein großer Malersaal mit einer Fläche von 20 x 40 m liegt im obersten Geschoss. Weitere Werkstätten für Schuhmacher, Kunstgewerbe, Schneiderei, ein sogenannter kleiner Malersaal mit Spritzkabine wurden in der Überbauung des Ostflügels platziert. Zwei Verwaltungseinheiten mit Sozialräumen, Büros und Besprechungsräumen ergänzen die Obergeschossflächen.

Das Gebäude bleibt in seiner Fassadengestaltung zurückhaltend. In seiner Struktur und Materialauswahl korrespondiert es mit dem Bestand und dient somit der Beruhigung der heterogenen Gestalt der Bühnen. Die Dachfläche mit dem außenliegenden Tragwerk wird durch ein lichtdurchlässiges Gittergewebe umschlossen. Diese stark durch Stützen und Deckenbalken gegliederte transparente Fassade bringt Tageslicht in alle Werkstattbereiche.

Die Bühnenbilder von Schauspiel und Oper werden in den eigenen Dekorationswerkstätten der Städtischen Bühnen hergestellt. Bereits im September 2010 konnten die Arbeitsräume der Dekorationswerkstätten bezogen werden. Rund 60 Mitarbeiter fertigen dort in einer Spielzeit durchschnittlich 35-40 Bühnenbilder. Die Kostümabteilung stellt in ihren neuen, modernen und funktionalen Arbeitsräumen ca. 1000 Kostüme in einer Saison her. Das neue Eingangshaus für das Kammerspiel ist das Juwel der gesamten Bühnenanlage und wird im Außenraum vom Arkadengang der Stützen der Ostflügelüberbauung gerahmt.

Der Baukörper generiert einen neuen städtebaulichen Blickpunkt in der Uferlandschaft des Mains. Der Weg über die Untermainbrücke fokussiert automatisch den Blick auf das neue Werbetransparent, welches in der Fassade integriert ist und alle Premieren des Schauspiels, weithin sichtbar, ankündigt.