China, Tianjin 

Tianjin Grand Theater

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Wettbewerb 2009 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas Pomränke
Projektleitung David Schenke, Xu Shan
Mitarbeiter Entwurf Tobias Keyl, Matthias Grünewald, Martin Gänsicke, Susan Schwarz, Verena Fischbach, Zhou Bin, Jan Demel, Thilo Zehme, Duc Nguyen, Wu Di, Xie Fang
Mitarbeiter Ausführung Martin Gänsicke, Annette Löber, Plamen Stamatov, Sebastian Brecht, Zhu Huan, Carina Slowak, Zhang Ting, Johannes Erdmann, Michael Tümmers, Han Lu, Wu Di, Xie Fang, Wang Zheng , Zhou Bin, Jan Deml, Thilo Zehme
Tragwerksplanung schlaich bergermann und partner
Lichtplanung Conceptlicht
Bühnentechnik Kunkel Consulting
Chinesisches Partnerbüro ECADI
Bauherr Tianjin Culture Centre Project and Construction Head Office
BGF 85.000 m²
Opernsaal 1600 Sitzplätze
Konzertsall 1200 Sitzplätze
Multifunktionshalle 400 Sitzplätze
Bauzeit 2010–2012

 

Fotografen:

Christian Gahl

www.christiangahl.com

Das Theater nimmt die Schlüsselposition des neuen Kulturparks von Tianjin ein. Die Kreisform der Dachkonstruktion korrespondiert mit der des bestehenden Naturhistorischen Museums, so dass ein architektonischer Dialog zwischen dem erdgebundenen Museum und dem scheinbar schwebenden Baukörper des Daches entsteht. Die Dualität der Elemente Erde (Naturhistorisches Museum) und Himmel (Grand Theater) nimmt somit ein grundlegendes Thema der chinesischen Philosophie auf.

Das Dach des Theaters öffnet sich wie eine offene Muschel zum See. Opernhaus, Konzerthalle und Multifunktionssaal liegen wie Perlen in der Muschel und orientieren sich zur Wasserfläche.

Die drei Veranstaltungsorte sind als freistehende Volumina auf einer steinernen Plattform konzipiert. Freitreppen führen von der Wasserfläche zur erhöhten Eingangsebene und bilden so eine Bühne städtischen Lebens, von der aus man den See und den Kulturpark überblickt.

Vorfahrten sind im Norden und Süden angeordnet, während sich die Bushaltestellen östlich und somit auf der dem See abgewandten Seite des Gebäudes befinden. Fahrzeugverkehr wird auf diese Weise auf der Wasserseite vermieden.

Alle internen Funktionsbereiche sind in einem gemeinsamen Sockel untergebracht, wodurch eine effiziente interne Erschließung ermöglicht wird.

Die Dachkonstruktion des Grand Theater stellt eine Transformation der traditionellen übereinander angeordneten Traufen dar und definiert so eine durchgehende horizontale Schichtung, die eine architektonische Einheit von Dach, Fassaden und Steinsockel erzeugt.