Deutschland, Hamburg 

TU Hamburg-Harburg Schwarzenbergkaserne

get pdf
arrowBildübersichtarrow

Wettbewerb 2009 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Nikolaus Goetze
Assoziierter Partner Volkmar Sievers
Projektleitung Jan Stolte, Tilmann Jarmer
Mitarbeiter Martina Klostermann, Inga Kläschen, Michèle Watenphul, Bastian Scholz, Jared Steinmann, Mark Botko, Alisa von Gerkan, Knut Maass
Mitarbeiter Ausführung Tilmann Jarmer, Martina Klostermann, Inga Kläschen, Michèle Watenphul, Bastian Scholz, Alisa von Gerkan, Jared Steinmann, Mark Botko
Mitarbeiter Bauleitung Raimund Kinski, Volker Bastian, Christian Kleiner, Annette Walczynski, Ralph Preuß, Julia Weinert, Karoline Grohmann
Arbeitsgemeinschaft mit Obermeyer Planen und Beraten GmbH
Bauherr Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Wissenschaft und Forschung
BGF gesamt 10.169 m²
BGF Bestandsbau/Sanierung 7.416 m²
BGF Neubauten 2.753 m²
Bauzeit 2010-2012

 

Fotografen:

Heiner Leiska

www.leiska.de

Nach dem Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) entstand am Standort der ehemaligen Schwarzenbergkaserne ein Bauwerk aus historischer und neuer Substanz. Das neue Hauptgebäude der TU Harburg bildet ein markantes Entree in den bestehenden Campus aus 14 Gebäuden. Darin sind das Präsidium, Hörsäle und Seminarräume sowie das rund um die Uhr geöffnete Studentische Lern- und Kommunikationszentrum untergebracht.
 
Der unter Denkmalschutz stehende Bestandsbau der ehemaligen Schwarzenbergkaserne von 1871 ist ein Ziegelbaukomplex und stand zuletzt größtenteils leer. Er wurde entkernt und saniert, wobei die Altbausubstanz mit den statischen Bauteilen im Inneren weitgehend erhalten blieb. Größere Umbaumaßnahmen fanden im Mittelrisalit statt: Für ein repräsentatives Eingangsfoyer wurden der Hallenraum innen verbreitert und die Decken geöffnet, womit durch Lufträume in allen drei Geschossen Ein- und Ausblicke durch die ergänzten Eingangsportale in der Mittelachse geboten werden. Zwei Kuben erweitern den Flächenbestand und fügen sich in Höhe und Maßstab in die Gebäudesubstanz ein. Der Neubauabschnitt östlich des Mittelgebäudes schließt eine aus dem Zweiten Weltkrieg resultierende bauliche Lücke und bindet den Ostflügel wieder in den Komplex ein. Gegenüberliegend stellt ein kleinerer Neubauteil von Norden die Symmetrie in Ansicht und Grundriss wieder her.

Eine Besonderheit stellen die Fassaden dar. Am Altbau mussten lediglich die Holzfenster saniert und dreigeschossige Eingangselemente auf der Nord- und Südseite des Mittelbaus eingebaut werden, während das Mauerwerk der Außenfassaden größtenteils intakt war und nur kleiner Reparaturen bedurfte. Kontrastierend dazu gestaltet sich die gläserne Fassade der Neubauten: Vertikale Aluminiumrohre und Drahtseile aus Edelstahl sind zwischen tiefe Stahl-U-Profile gespannt. Die scheinbar unregelmäßig angeordneten Rohre sowie die Drahtseile in den Zwischenräumen ergeben nach dem Morsealphabet den Schriftzug "Technische Universität Hamburg-Harburg".