Deutschland, Berlin 

TXL+ Berlin Terminalgebäude Nachnutzungskonzept

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Entwurf Meinhard von Gerkan mit Stephan Schütz
Mitarbeiter Clemens Kampermann, David Schenke, Yu Tsai
Tutor Nicolas Pomränke

Ein Projekt der Architekten von Gerkan, Marg und Partner und der aac Academy for Architectural Culture (aac) www.aac-hamburg.de

 

Weiterführende Links:

TXL+ Berlin Gesamtkonzept

Konzepte für eine "Energie-Plus-Stadt":
Urbane Metamorphose - Naturräumliche Gliederung
Energie
Metabolische Architektur – Die Stadt als flexibler Organismus
Kontur – Urbanität und Nachhaltigkeit
Wohnen – Arbeiten und Dichte
Hofhäuser

Passive Maßnahmen
Die klimatische Gebäudehülle folgt einem "Haus–im Haus" Konzept. Die massiven Saalwände bilden die thermische Hülle zum Außenraum, die gekühlt oder beheizt wird. Die Glashalle um den Saal funktioniert als klimatischer Puffer und erlaubt eine erweiterte Nutzfläche in den Übergangszeiten. Die massiven Kerne dienen als Speichermasse und beugen schnellen Temperaturwechseln durch Sonneneinstrahlung über den Tag vor.

Aktive Maßnahmen
Eine mechanische Lüftungsanlage garantiert eine hohe Luftqualität im Innenraum und erlaubt die Rückgewinnung von 80 % der Heizenergie durch Austausch der Wärme bei Vorwärmung der kalten Frischluft. Der temporäre Charakter der Nutzung des Konferenzsaals ermöglicht es, die Speicherung von Nachtkühle durch PCM Speicher entsprechend klein zu dimensionieren. Zusätzlich zu PCM Speichern, die für Wärmeenergie sowie für die Versorgung mit Kühlung funktionieren wird ein Kaltwasserspeicher eingesetzt, der bei entsprechenden Temperaturen kaltes Wasser aus dem Bassin um die Halle bezieht.

Energiekonzept der Gebäudehülle
Nicht alle Teile der bestehenden Gebäudehülle des Terminals erfüllen die Anforderungen der heutigen Energiestandards für Gebäude. Der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes kann jedoch durch eine angepasste Nutzung und eine Neudefinition der thermischen Behaglichkeitszonen deutlich reduziert werden.

Einfache bauliche Maßnahmen im Inneren können warme von kälteren Zonen trennen, die jeweils nach ihrer Nutzung definiert werden. Die eingesetzte Energie kann durch eigene erneuerbare Quellen wie Photovoltaik ersetzt werden, so dass die Energiebilanz des Gebäudes neutral wird, also verwendete Energie und verbrauchte Energie in Balance stehen.

Das Band der grünen Energie  

Das übergeordnete Thema der erneuerbaren Energien und Nachhaltigkeit, das allen Firmen und Ausstellern im Terminalgebäude gemein ist, wird in einer einfachen und starken Form symbolisch dargestellt. Ein grünes Band schließt ringförmig von der zentralen Eingangshalle beginnend alle Besucherbereiche zusammen. Durch einfache Medientechnik werden Informationen über das Gebäude, den aktuellen Energieverbrauch und die Erzeugung durch die lokalen Energiequellen projiziert und dem Besucher offen gelegt. Das Band wird somit zu einem Instrument der Transparenz und Aufklärung.
Der weite Dachüberstand verhindert eine starke Aufheizung der Glashalle durch Sonneneinstrahlung. Die horizontale Fläche des Daches der Halle wird aus pyramidenförmigen Elementen aufgebaut, die nach Süden Solarzellen auf einem effizienten Dämmelement tragen. Nach Norden sind die Pyramiden verglast und ermöglichen blendfreies Nordlicht in der Halle. Die Glashülle der Pufferzone kann im Sommer vollständig geöffnet werden, um Wärme aus dem Gebäude zu lüften. Im Winter wird das Gebäude ohne Einsatz von Energie über thermische Gewinne der Glashalle frostfrei gehalten.

Phasen der Entwicklung für TXL
Die Entwicklung von TXL+ ist in Phasen eingeteilt, die wirtschaftliche und energetische Gesichtspunkte des nachhaltigen Nutzungskonzeptes  berücksichtigen.  In einer Reihe von Schritten wird das Gelände unter anderem von jüngsten temporären Bauten und flugbetriebsspezifischen Anlagen befreit. Quellen erneuerbarer Energien werden hinzugefügt, um die Gesamtenergiebilanz zu neutralisieren. Alleine die Solar-Farm neben dem Terminalgebäude generiert bereits 140% des zu diesem Zeitpunkt benötigten Energiebedarfs.

Im Weiteren können Gewerbe- und Industriebetriebe in den dafür  vorgesehenen Erweiterungszonen angesiedelt werden, bevor das Terminalgebäude schließlich seine Funktion als Nukleus und Transfergebäude der Anlieger des gesamten TXL+ Entwicklungsgebietes annehmen kann. Die Konferenzhalle betritt, begünstigt durch Verdunstungskühle das Mikroklima im gesamten Innenbereich des TXL+ Terminals.