Deutschland, Berlin 

Umweltbundesamt am Bismarckplatz

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nichtoffener interdisziplinärer Wettbewerb 2010 – 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg und Hubert Nienhoff mit Kristian Uthe-Spencker
Partner Hubert Nienhoff
Projektleitung Kristian Uthe-Spencker, Christiane Wermers
Mitarbeiter Entwurf Marleen Michaels, Tobias Mäscher, Claudia Stelzmann, Peter Axelsen, Stefan Both, Claudia Busch
Bauherr Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Arbeitsgemeinschaft mit Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten Berlin
BGF Bestand 23.400 m²
BGF Neubau 1.700 m²

 

Fotografen:

gmp

www.gmp-architekten.de

Der Entwurf, der mit minimalen Eingriffen eine funktionale und nachhaltige Lösung aufzeichnet, überzeugte die Jury durch den respektvollen Umgang mit dem historischen Gebäudebestand aus den 1930er Jahren. Öffentliche Bereiche wie Bibliothek, Kantine, Ausstellungsbereiche und Teile der Konferenzräume werden im Erdgeschoss des Nordwestflügels gebündelt und bilden sich dort über bodentiefe Fenster und vorgelagerte Terrassen zum Innenhof hin ab. Durch diese einfache Geste tritt das Gebäude in Dialog mit dem Außenraum. Lediglich entlang der Königsallee werden zwischen den Kämmen des Nordwestflügels erforderliche zweigeschossige Neubauten mit einer zurückhaltenden Fassade eingefügt. Erweiterungen des Bestandes, die nicht der historischen Fassung entsprechen, werden rückgebaut und die historische Lobby in ihrer ursprünglichen Gestaltung rekonstruiert. Diese behutsamen Eingriffe in die denkmalgeschützte Substanz bleiben in ihrer zeitgenössischen Sprache ablesbar und sind um- und rückbaubar hinsichtlich zukünftiger Nutzungsänderungen. Darüber hinaus wird im Nordwestflügel ein weiterer Hauptzugang vorgeschlagen. So kann das Gebäude von der Königsallee zum Bismarckplatz von der Öffentlichkeit durchlaufen werden und erhält eine neue, ihm angemessene Präsenz im unmittelbaren Stadtraum. Als Teil der Villenkolonie Grunewald begegnet der Entwurf dem historischen Bestand des Architekten K. H. Tischer, einem der Vertreter einer konservativeren Architekturauffassung seiner Zeit, mit Respekt und Zurückhaltung.