Entwurf Meinhard von Gerkan
Mitarbeiter Volkmar Sievers, Andrea Moritz
Ausführung Firma Vincents, Riga
Bauherr Victor Krasovicky
Bauzeit 2002 - 2003
BGF 700 m²
Fotografen:
Heiner Leiska
Die großzügige Villa im lettischen Seebad Jurmala liegt inmitten eines von altem Baumbestand geprägten Grundstücks nahe dem Ostseestrand.
Der mit Holz verkleidete Neubau gliedert sich in fünf parallel angeordnete, unterschiedlich tiefe Gebäudeteile und nimmt so den Maßstab der vorhandenen kleinteiligen Bebauung auf. Ebenfalls in Anlehnung an die Nachbarhäuser wurden die versetzten Pultdächer mit Zinkblech gedeckt. Die Raumaufteilung im Innern orientiert sich an der äußeren Baukörperstruktur; in den einzelnen Gebäudeteilen befinden sich jeweils unterschiedliche Nutzungen.
Große Fensteröffnungen bestimmen die Nord- und Südfassaden während die Ost- und Westfassaden, abgesehen von kleinen Fenstern, geschlossen bleiben. Die massiven Außenwände wurden mit einer horizontalen Holzschalung aus Sibirischer Lärche verkleidet, die durch die vertikalen Metallprofileinfassungen eine zusätzliche Gliederung erfahren.
An der Südseite fasst ein überdachter Laubengang die unterschiedlich weit vorspringenden Gebäudeteile ein und bildet gleichzeitig den Abschluss der vorgelagerten Terrasse, in die ein japanischer Zen-Garten eingelassen ist.
Ein ebenfalls nach japanischem Vorbild errichtetes Teehaus scheint über einer rechteckigen Wasserfläche im Garten des Grundstücks zu schweben. Die offene Holzkonstruktion des Teehauses steht auf einer über dem Wasser auskragenden Betonplatte, deren Auflager dem Betrachter verborgen bleiben.











