Deutschland, Hamburg 

Wohnhaus von Gerkan, Elbchaussee

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Entwurf Meinhard von Gerkan
Mitarbeiter Jacob Kierig, Volkmar Sievers,
Sabine von Gerkan
Bauleitung Klaus Tiede
Bauherr Meinhard v. Gerkan
Bauzeit 1987 - 1992
Haustechnik Assmann Ingenieure
Statik Weber, Poll


Fassadenneugestaltung 1998
Entwurf Meinhard von Gerkan
Projektleitung Volkmar Sievers
Mitarbeiter Brigitte Queck, Christian Kleiner
Statik Weber-Poll, Hamburg
Bauherr Meinhard von Gerkan
Bauzeit 1998–1999

 

Fotografen:

Gert von Bassewitz

Juergen Schmidt

jürgen_schmidt_fotografie@gmx.de

Klaus Frahm

www.klaus-frahm.de

 

Weiterführende Links:

gmp Hauptsitz, Elbchaussee 139

Auf der Eckposition eines sich trapezförmig zur Elbe hin öffnenden Platzes steht das Wohnhaus Meinhard von Gerkans. Das kubische Würfelgebäude ist Bestandteil im Ensemble der Bauten in der "Elbschlucht". Das Haus ist aus der Achse verschwenkt, der östlichen Grundstücksgrenze parallel zugeordnet und überlagert sich mit dem Sockelbau der Platzfläche. Es nimmt sich in seinem formalen Gestus völlig zurück, zur Straßenseite zeigt es sich geschlossen, zur Elbseite völlig offen. Eine mittige elliptische Treppe verbindet alle vier Geschosse miteinander. Indem Kompartimente und Geschosse wandelnden Nutzungsanforderungen angepasst werden können, beweist sich die große innere Flexibilität der Architektur. Die Gestaltung ist aus der funktionalen Notwendigkeit hergeleitet.  Die vielseitige Verwendung von Holz schafft eine räumliche Atmosphäre, die sich neutral verhält.  Alle Einbauten sowie der größte Teil der Möbel wurden entworfen.  Der große Kaminschrank ist aus rohem Walzeisen.

Fassadenneugestaltung 1998

Die vorhandene Senkrechtverschalung des Hauses aus dem Jahr 1990 mit weiß lackierten Holzbrettern an der Nord-, West- und Ostseite wurde komplett entfernt und durch eine hinterlüftete Fassadenkonstruktion ersetzt: Auf der vorhandenen Lattung mit dazwischenliegender Wärmedämmung bildet eine schwarzgestrichene, zementgebundene Holzfaserplatte den notwendigen Wetterschutz. Senkrecht, mit Abstand zur Platte, prägen geschraubte Bretter aus unbehandelter sibirischer Lärche das äußere Erscheinungsbild. Im Querschnitt sind die geschosshohen Bretter rautenförmig gehobelt. Dies hat zur Folge, dass sich je nach Blickrichtung dem Betrachter ein unterschiedliches Erscheinungsbild darstellt. Vor den Fensteröffnungen wurden die Bretter teilweise versetzt angeordnet.