Saudi Arabien, Taima und Sulayyil 

Zwei neue Siedlungen in der Wüste

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Entwurf Meinhard von Gerkan, 1977
Partner Karsten Brauer, Klaus Staratzke
Ausführungsteam Ahrend Buchholz-Berger, Wolfgang Haux, Marion Ebeling, Peter Sembritzki, Christel Timm-Schwarz
Fertigstellung 1980

In der Nachbarschaft zweier Oasenstädte - Taima und Sulayyil im Süden Saudi Arabiens - plante das Königreich die Neugründung von Wohnsiedlungen sowie die notwendigen Folgeeinrichtungen. Die beiden Projekte umfassten den Bau von 25 Zweifamilien-Doppelhäusern, zwei Grundschulen, einem Theater oder Vortragssaal mit 1200 Plätzen und einer Moschee.

Die gesamte Anlage gliedert sich auf einem rechtwinkligen Ordnungssystem um einen quadratischen zentralen Grünraum, der von öffentlichen Gebäuden eingefasst ist, und ist auf Zuwachs und eine Vervielfachung der Bewohnerzahl ausgelegt.
Die Hofmauern der Wohnhäuser und Schulen sind ein wichtiges Entwurfsmotiv, denn sie erzeugen durch vielfältige Höhenstaffelung eine belebte Silhouette, ebenso wie die Verschattungselemente an den Fenstern, die die Fassaden der Gebäude auf unterschiedliche Weise plastisch gliedern.

Die Moschee und das große Theatergebäude bilden zwei völlig anders gestaltete Solitärbauten, die bewusst zu der übrigen Bebauung kontrastieren und in der Diagonalen der Gesamtanlage zwei optische Pole darstellen.