15/03/2019: Hengli International Building

gmp gewinnt Wettbewerb für Bürokomplex in Shenzhen

Wettbewerb 2019 – 1. Platz
Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas Pomränke
Bauherr Hengli (Shenzhen) Investment Group Co.,Ltd.
Areal 11.911 m²
BGF 136.190 m²

Shenzhen wächst – mit der „Super Bay City” entsteht aktuell ein neues Geschäftsviertel. Im Wettbewerb für  die Hengli Investment Group überzeugte der Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) mit einem Gebäudekomplex aus drei einzelnen Baukörpern, die an der Basis verbunden sind. Klarer Blickfang des „Hengli International Building“ ist mit einer Höhe von 250 Metern der Büroturm flankiert von einem Konferenzzentrum und einem Kulturturm. In die Volumen eingeschnittene „Sky Gardens“, die als öffentliche Freiräume in der Vertikalen konzipiert sind, gliedern die aufstrebenden Türme.
Westlich vom Stadtzentrum der südchinesischen Metropole wird derzeit an der Bucht von Shenzhen das neue Geschäftsviertel „Super Bay City“ entwickelt. Die städtebauliche Planung sieht ein hochverdichtetes, urbanes Quartier mit Hochhäusern bis zu 600 Metern vor, deren Skyline weithin sichtbar sein wird.
Der Gebäudekomplex „Hengli International Building“ für die Hengli Investment Group, eines der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt, umfasst drei einzelne Volumen: neben dem 250 Meter messenden Bürohochhaus entstehen ein, mit 36 Meter kompaktes, Konferenzzentrum und ein 80 Meter hoher Kulturturm. Die Ost- und Westansichten der Gebäude sind weitgehend geschlossen. Senkrechte Glasfugen in den massiven Fassaden betonen die  Vertikale der Baukörper, die das torartige Erscheinungsbild der offenen, gläsernen Nord- und Südansichten unterstreichen.
Die aufstrebenden Baukörper sind bis zum 5. Obergeschoss miteinander verknüpft, so dass das Ensemble auch in der Horizontalen als Einheit funktioniert. Die vier Untergeschosse bilden eine gemeinsame Basis, die im 1. und 2. Untergeschoss ein Einkaufszentrum beherbergt. Die große Plaza im Norden ist als urbaner Quartiersplatz mit eingebetteten Gärten gestaltet und bildet den Auftakt für das „Hengli International Building“. Plätze, Wege und Brücken auf unterschiedlichen Niveaus schaffen einen städtischen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität.
Das Hochhaus ist als Büroturm mit 45 Stockwerken konzipiert, die Erschließung erfolgt über einen mittigen Kern. Alle acht Etagen sind die dreigeschossigen „Sky Gardens“ als grüne Bereiche in der Vertikale angelegt, die für externe Besucher zugänglich sind. Die grünen Freiräume beherbergen öffentliche Nutzungen wie eine Café-Bar, einen Buchladen, ein Fitness-Studio und an der Turmspitze ein Observationdeck. Dieses Prinzip wird auch im Kulturturm konsequent fortgeführt. So sieht der Entwurf einen öffentlichen Park und einen Ausstellungsgarten für Skulpturen vor. Die Erschließung des achtgeschossigen Turms erfolgt über zwei Kerne an der Ost- bzw. Westfassade. Die Innenräume sind doppelgeschossig mit Galerieebenen angelegt, so dass großzügige Ausstellungsflächen mit einer Raumhöhe von neun Metern entstehen. Zwischen dem Bürohochhaus und dem Kulturturm befindet sich in einem kompakten sechsgeschossigen Baukörper das Konferenzzentrum. Repräsentative Lobbybereiche sind um ein Auditorium im Inneren angeordnet. Ein Dachgarten bildet den oberen Abschluss.
Mit dem „Hengli International Building“ entsteht kein hermetisch abgeschlossener Komplex, der nur exklusiven Nutzer zugänglich ist: die „Sky Gardens“ sind als grüne Bereiche in der Vertikalen konzipiert, die der Allgemeinheit offen stehen werden.

Fotografen
gmp Architekten
www.gmp-architekten.de
gmp Architekten / Stephan Schütz

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