07/05/2019: Lückenschluss am Nikolaifleet

Baustart für neues Wohn- und Geschäftshaus „Cremon 1“ in Hamburg

Machbarkeitsstudie 2016
Entwurf Volkwin Marg mit Robert Friedrichs
Projektleitung Robert Friedrichs
Mitarbeiter Peter Radomski, Hendrik Winter, Radmila Blagovcanin, Svea-Marie Dongus
Tragwerksplanung Wetzel & von Seht
TGA Petersen-Ingenieure GmbH
Verkehrsplanung ARGUS
Bauherr Quest Investment Partners
BGF 3.160 m2
Bauzeit 2019-2020

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie konnten die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) gemeinsam mit den Projektentwicklern von Quest Investment Partners 2016 die Stadt Hamburg überzeugen, das freie Grundstück am Cremon 1 mit einem Wohn- und Geschäftshaus zu bebauen. Mit Start der Bauarbeiten im April 2019 wird nun begonnen, die langjährige städtebauliche Lücke in der Altstadt zu schließen. Zukünftig wird das „Cremon 1“ zusammen mit dem gegenüberliegenden „Haus der Seefahrt“ als Portal wieder die Einfahrt in das Fleet flankieren.
Entlang des Nikolaifleets in der Hamburger Altstadt, in unmittelbarer Nähe zur Mündung in den Binnenhafen, stehen an der Deichstraße die letzten erhaltenen historischen Speicherhäuser. Geprägt sind die Straßenzüge entlang des Kanals jedoch auch von Bürobauten jüngeren Datums. Während auf Seiten der Deichstraße das „Haus der Seefahrt“ an der Hohen Brücke die Einfahrt vom Binnenhafen in den Wasserlauf markiert, ist das Kopfgrundstück am Cremon am gegenüberliegenden Ufer seit den 1960er Jahren unbebaut.
Um die ursprüngliche städtebauliche Portalwirkung an der Einfahrt in das Nikolaifleet wiederherzustellen, schlugen die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) gemeinsam mit Quest Investment Partners in einer Machbarkeitsstudie 2016 der Stadt Hamburg vor, das freie Grundstück, mit einem Wohn- und Geschäftshaus als Pendant zum gegenüberliegenden „Haus der Seefahrt“ zu bebauen.
Der Entwurf für das „Cremon 1“ antwortet einerseits auf das „Haus der Seefahrt“ mit seinen Sandsteinfassaden und interpretiert dessen Fassadenproportionen mit vorspringenden Erkern und schlanken Lisenen neu. Andererseits bildet es den Kopf des vorhandenen Bürohauses „Cremon 3“ aus den 1970er-Jahren: Dessen plastisches Fassadenrelief und die Geschossigkeit nimmt der Entwurf auf. In symbolischem Dialog mit der Bronze-Skulptur der Hammonia am „Haus der Seefahrt“ wird der Neubau an der Südwestecke mit der erhaltenen Bronze-Skulptur des Neptun geschmückt sein. So wird das Portal zur Einfahrt vom ehemaligen Binnenhafen in das Nikolaifleet beidseits der Hohen Brücke am „Haus der Seefahrt“ und am neuen Neptunhaus mit dem Skulpturenpaar „Hammonia und Neptun“ ein Symbol für die frühe historische Verbundenheit der Hansestadt mit den Weltmeeren.
Die Rohbauarbeiten sollen bis Dezember 2019 abgeschlossen sein, die Fertigstellung ist für Sommer 2020 avisiert.

Fotografen
Gärtner & Christ
www.architekturdarstellung.de
gmp Architekten
www.gmp-architekten.de

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