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Die Kunst der richtigen Distanz  

Architekturkritik im Spiegel des Werkes der Architekten von Gerkan, Marg und Partner 

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Die Kunst der richtigen Distanz
Architekturkritik im Spiegel des Werkes der Architekten von Gerkan, Marg und Partner

Gebundene Ausgabe
240 Seiten
Sprache
Deutsch
Format
22,5 x 29,5 cm
Herausgeber/Autor
Dirk Meyhöfer, Michael Kuhn (Hg.)
Verlag
niggli
Preis Euro (D)
49,90
ISBN
978-3-7212-0949-5

Bestellen
www.niggli.ch

Fotografen
Heiner Leiska
www.leiska.de

Daumen hoch? Daumen runter? So einfach hat es sich die Architekturkritik zu keiner Zeit gemacht. Wie bei jeder guten Kritik ist es weniger das abschließende Wert- oder Geschmacksurteil des Kritikers, das von Interesse ist, als vielmehr dessen fundierte Begründung. Für die kritische Einordnung von Architektur eröffnet sich entsprechend dem öffentlichen Charakter jeden Bauens ein weites Feld an Faktoren, an denen sich Architektur messen lässt. So wie Architektur weit mehr als Baukunst ist, ist ihre Beurteilung als eigene Sparte der Kultur- und Gesellschaftskritik zu betrachten. Je nachdem, wie sich ein Kritiker positioniert und welche Medien ihm zur Verfügung stehen, setzt er darüber hinaus weitere Schwerpunkte: Er kann sich als Vermittler verstehen, der den Gegenstand gegenüber einer Öffentlichkeit erklärt, er kann sein Augenmerk auf die historische und theoretische Kontextualisierung von Architektur legen, oder die Rolle eines Korrektiv des Architekten einnehmen. Nicht zuletzt ist Architekturkritik stark zeitgebunden und folgt den stets wechselnden gesellschaftlichen Strömungen und architektonischen Moden.

In diesem Buch werden am Beispiel ausgewählter Bauten der Architekten von Gerkan, Marg und Partner, die nahezu 400 Bauten national und international realisiert haben, die letzten 50 Jahre der Architekturkritik nachgezeichnet: von der ausklingenden Moderne der 1960er Jahre über ökologische und partizipatorische Strömungen und die Zeit der Postmoderne bis zum globalisierten Bauen der Gegenwart. Dazu werden aktuelle Fotografien von Marcus Bredt, der mit sehr pointiertem Blick eine visuelle Architekturkritik unternimmt, mit Statements aus historischen Kritiken in Zeitungen und Fachzeitschriften konfrontiert – zwei Dimensionen, die zusammen nach der räumlichen und zeitlichen Distanz fragen lassen, die es braucht, um Architektur angemessen erfahren zu können.