gmp Musitektur

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gmp Musitektur # 106 

Philharmonisches Streichtrio Dresden 

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Termin
Dienstag, 5. September 2017,
19:30 Uhr

Veranstaltungsort

gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Hardenbergstr. 4-5
10623 Berlin

Um Anmeldung per Telefon oder E-Mail
wird bis zum 28. September 2017 gebeten
Telefon 030.617 855
musitektur@gmp-architekten.de


Es ist ein Abend, der sich als Hommage an das „Elbflorenz“ versteht: Das nächste Bürokonzert aus der gmp-Reihe „Musitektur“ steht im Zeichen der Kulturstadt Dresden. Am 5. September um 19.30 Uhr interpretiert das Philharmonische Streichtrio Dresden Stücke von großen Komponisten wie Beethoven, Schubert und Dvořák.

Die Solisten und Kammermusikpartner Heike Janicke (Violine), Andreas Kuhlmann (Viola) und Ulf Prelle (Violoncello) verstehen sich als Ensemble bereits seit 20 Jahren als Botschafter ihres international bekannten Orchesters und seiner weltberühmten Kulturstadt. Dort ist ihre Wirkungsstätte nach Umbau und Sanierung jüngst wiedereröffnet worden: der Kulturpalast. Über die Entwicklung und Hintergründe des neuen architektonischen Konzepts spricht zum Auftakt des „Musitektur“-Abends der verantwortliche Architekt und gmp-Partner Stephan Schütz. Der Neukonzeption des Konzertsaales in dem traditionsreichen Bauwerk ging eine intensive Zusammenarbeit von Architekten und Akustikern mit der Dresdner Philharmonie voraus, um die charakteristische Klangwärme des Orchesters zu erzeugen.

Heike Janicke ist seit 1995 1. Konzertmeisterin der Dresdner Philharmonie. Sie studierte in ihrer Heimatstadt Dresden bei Prof. Heinz Rudolf und Prof. Gustav Schmahl. Es folgten Meisterkurse bei Josef Suk, Max Rostal und Yehudi Menuhin sowie das Solistenexamen bei Wolfgang Marschner. Sie wurde Preisträgerin internationaler Wettbewerbe, so beim Musikwettbewerb in Genf 1985, beim „Fritz Kreisler-Wettbewerb“ in Graz 1987, „Georg Kulenkampff“ in Köln, „Carl Nielssen“ in Odense sowie „Zino Francescatti“ in Marseille 1989. Von 1991-1993 war Heike Janicke Mitglied der Berliner Philharmoniker und ging 1993 zum London Symphony Orchestra (assistant leader) und arbeitete mit dem Chamber Orchestra of Europe und der Academy of St. Martin-in-the-Fields zusammen. Konzerte als Solistin und Kammermusikpartnerin führten sie in viele Länder Europas, nach Amerika und Asien. Heute widmet sie sich neben solistischen besonders gern kammermusikalischen Aufgaben in verschiedenen Ensembles mit Freunden auf internationalen Festivals und gibt Meisterkurse. 1996 gründete sie mit zwei Kollegen das Dresdner Philharmonische Streichtrio, mit dem sie seither in Dresden und international viel unterwegs ist. Heike Janicke spielt eine Violine von Giovanni Grancino (Milano) aus dem Jahr 1722.

Andreas Kuhlmann begann das Viola-Studium an der Folkwang-Musikhochschule in Essen bei Prof. Konrad Grahe. Das Konzertexamen bei Prof. Emile Cantor in Trossingen und weitere Studien bei Prof. Serge Collot in Paris schlossen sich an. Als Bratschist des Werethina-Quartetts macht er seinen Kammermusikabschluss mit Auszeichnung. Nach weiteren Studien bei den Mitgliedern des Amadeus-Quartett, Yfrah Neaman, Dmitry Sitkovetsky, György Kurtag und Sandor Devich, folgten Konzertreisen und Rundfunkaufnahmen in ganz Europa (BBC, WDR, Hungarian Radio ...). 1989 wurde Andreas Kuhlmann Folkwang-Preisträger und gewann 1991 mit seinem Quartett den Yehudi Menuhin-Award beim ersten London International String Quartet Competition. Nach langjähriger Mitgliedschaft in der Jungen Deutschen Philharmonie, Aushilfstätigkeit in vielen Orchestern, u.a. bei den Berliner Philharmonikern, sowie weitgefächerten kammermusikalischen und solistischen Aktivitäten, wurde er 1994 Mitglied der Dresdner Philharmonie. Von 2007 bis 2013 war er außerdem Mitglied des Festspielorchesters der Bayreuther Festspiele. Andreas Kuhlmann ist Gründer und Leiter des Carus Ensembles, Mitglied des Philharmonischen Streichtrios und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber für Viola, Orchesterstudien und Kammermusik.

Ulf Prelle begann sein Violoncello-Studium in den USA beim La Salle-Quartett und bei Zara Nelsova. Weitere Studien führten ihn nach Basel zu Thomas Demenga und nach Köln zu Boris Pergamenschikow. Anschließend war er Stipendiat der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker. Mehrfach war er Erster Preisträger von Hochschulwettbewerben und trat solistisch mit so renommierten Orchestern wie dem Cincinnati Chamber Orchestra und dem Sinfonieorchester Basel auf. Intensive Kammermusiktätigkeit mit verschiedenen Partnern führte ihn ins In- und Ausland. 1990 war er Preisträger des Siegfried Barchet-Wettbewerbs der Richard Wagner-Gesellschaft Stuttgart. Seit 1992 ist er 1. Solocellist der Dresdner Philharmonie. Er ist Gründungsmitglied des Carus Ensembles, Mitglied des Philharmonischen Streichtrios und des Collenbusch-Quartetts. Als passionierter Pädagoge unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. 2015 veröffentlichte er bei Schott das Studienbuch „Leichtigkeit: Eine ergänzende Streichermethodik zur Befreiung der rechten und der linken Hand“.

› Programm
Stephan Schütz
Zum Projekt Kulturpalast

Beethoven
Streichtrio op. 9 Nr. 1 G-Dur,
1. Satz Adagio-Allegro con brio

Schubert
Trio in B-Dur, D471 Allegro

Dvořák
Terzetto op. 74,
1. und 2. Satz, Allegro und Larghetto

Beethoven

Streichtrio op. 9 Nr. 1 G-Dur,
4. Satz Presto