Parametrisches Entwerfen bei der Academy for Architectural Culture

 

In ihrem ersten Forschungslaboratorium widmet sich die Academy for Architectural Culture (aac) in Hamburg von diesem Sonntag an der Zukunft des parametrischen Entwerfens. 24 junge Stipendiaten aus unterschiedlichen Ländern werden unter der Leitung von Meinhard von Gerkan (Präsident der aac), Nikolaus Goetze (gmp) und Mette Ramsgard Thomsen (Leiterin von CITA) untersuchen, wie parametrisches Entwerfen dem Ausdruck architektonischer Grundwerte, beispielsweise der Sinnhaftigkeit, in zukünftigen komplexen Bauaufgaben dienen kann.

Während des zweiwöchigen Research-Labs werden namhafte Referenten auf dem Hamburger Campus Rainvilleterrasse Vorträge halten, die auch der Öffentlichkeit zugänglich sind:

Dienstag, 24. Juni 2014, 19 Uhr (Doppelvortrag):

  • Dipl.-Ing. Sven Plieninger, schlaich bergermann und partner, Stuttgart
    „New Developments in Form Finding Techniques for Freeform Structures“
  • Dipl.-Ing. Magdalene Weiss, gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, Shanghai
    „Fit for World Champions: The parametric design approach to the Oriental Sport Centre Shanghai“

Mittwoch, 25. Juni 2014, 19 Uhr:

  • Prof. Ben van Berkel, UNStudio Amsterdam & Shanghai
    „Beyond the Parametric“

Montag, 30. Juni 2014, 19 Uhr:

  • Prof. Mette Ramsgard Thomsen, Centre for Information, Technology & Architecture, Kopenhagen
    „Computation in Architecture; CITA research practice“

Freitag, 4. Juli 2014, 19 Uhr:

  • Prof. Dr. h.c. mult. Dipl.-Ing. Meinhard von Gerkan, Präsident der Academy for Architectural Culture
    Präsentation der Ergebnisse des aac-Research Labs und Ausstellungseröffnung

 

 

von diesem Sonntag an der Zukunft des parametrischen Entwerfens. 24 junge Stipendiaten aus unterschiedlichen Ländern werden unter der Leitung von Meinhard von Gerkan (Präsident der aac und Gründungspartner der Architekten von Gerkan, Marg und Partner, gmp), Nikolaus Goetze (Partner bei gmp) und Mette Ramsgard Thomsen (Leiterin von CITA, Forschungszentrum an der Königlichen Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen) untersuchen, wie parametrisches Entwerfen dem Ausdruck architektonischer Grundwerte, beispielsweise der Sinnhaftigkeit, in zukünftigen komplexen Bauaufgaben dienen kann. Das Research-Lab „Amphibious Hamburg“ führt die aac in Kooperation mit CITA durch.

Als explizite Entwurfsaufgabe für die praktische Annäherung an den digitalen Entwurfsprozess wurde ein temporäres Schwimmstadion mit olympischer Dimension für Hamburg gewählt. Das hierfür gewählte Grundstück liegt auf dem Kleinen Grasbrook, südliche Elbseite, zwischen den Stadtteilen HafenCity und Veddel. Diese charakteristische Hafen-Industrie-Fläche bietet einen atemberaubenden Blick auf Hamburgs Silhouette, und erfüllt damit moderne Anforderungen einer erlebbaren Verortung internationaler Sportereignisse.

Das aac-Research-Lab gibt seinen Teilnehmern Gelegenheit zur Eigenerfahrung parametrischer Entwurfswege. Neben den klassischen Disziplinen des Hoch- und Städtebaus stehen Materialität und Struktur im Vordergrund. Vorträge und Seminare vermitteln die notwendigen Einführungen in die Programme und die architektonischen Herausforderungen der Aufgabe. An ihrem eigenen Entwurf werden die Teilnehmer die Stärken und Einsatzmöglichkeiten dieser Methodik im Kontext einer komplexen Bauaufgabe testen und ihre Arbeitsergebnisse und Erfahrungen in einer anschließenden Ausstellung öffentlich präsentieren.

Die Academy for Architectural Culture

Die von den gmp-Gründungspartnern Meinhard von Gerkan und Volkwin Marg initiierte aac bietet seit sechs Jahren begabten Architekturstudenten und Jungarchitekten aus verschiedenen Ländern in Form von aac-Intensivkursen wertvolle Zusatzqualifikationen. Die private, gemeinnützige Einrichtung wird von der gmp-Stiftung gefördert und verfolgt mit ihrer Forschung und Lehre den Zweck, die Aus- und Weiterbildung zu unterstützen. Bis zum diesjährigen aac-Research-Lab über parametrisches Entwerfen erarbeiteten Absolventen unter anderem Ideen für zukunftsweisende Schulbauten am Beispiel der Deutschen Schule in Shanghai (2013), architektonische Konzepte für bezahlbares Wohnen in Hamburg und Shanghai (2012) sowie am Beispiel des Berliner Flughafens Tegel Strategien für eine nachhaltige Stadt, „TXL+“ (2009). Die aac-Intensivkurse spiegeln die gmp-Philosophie wider und geben Einblick in die Erfahrung und Umsetzung von Architektur im sozialen Kontext und in die Bewältigung von Aufgaben auf internationalem Parkett. Neben Meinhard von Gerkan und seinen Partnern begleiten die Intensivkurse regelmäßig renommierte Gastprofessoren. Eine Exkursion und eine Ausstellung runden das Lehrprogramm aus praktischer Anwendung, Seminaren, Kritiken und Vorlesungen ab.

Kooperationspartner CITA: Centre for Information Technology and Architecture

Das Forschungsinstitut CITA der Königlichen Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen, Fachbereich für Architektur, eine innovative, junge Forschungseinheit, untersucht die Schnittstelle zwischen Architektur und digitaler Technologie. Schwerpunkt ist ihre Forschung über die Potentiale der Architektur, die sich durch die neuartigen Computerwerkzeuge ergeben, und wie sich diese in den Architekturentwurf und Produktionsprozess integrieren. CITA verfolgt einen praxisorientierten Ansatz, bei dem physikalische Prototypen und Vorführmodelle integraler Bestandteil der Forschung an der Schnittstelle von Digitalem und Materiellem sind. Digitale Entwurfswerkzeuge werden hier als Bereicherung des Architekturwerkzeugsatzes gesehen, welche erlauben werden, in einem zunehmend komplexen und spezialisierten Umfeld kontinuierlich simple Lösungen zu finden.
Ausführliche Informationen über die aac, das aktuelle öffentliche Veranstaltungsprogramm und die Referenten finden Sie auch unter: www.aac-hamburg.de.

Podiumsdiskussion >
< Too good. Two. Be true.