Erweiterung der Unternehmenszentrale Gebr. Heinemann im ersten Preisrang

 

In einem offiziellen Festakt am 6. Dezember 2018 nahm Volkwin Marg mit dem gmp-Team die Auszeichnungen vom Bund Deutscher Architekten und Architektinnen Hamburg entgegen. Neben einem ersten Preis für das Bürobauprojekt in der Hamburger HafenCity erhielten die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) einen dritten Preis für die Gyula-Trebitsch-Schule in Hamburg-Tonndorf sowie eine Würdigung für den Neubau eines Gartenpavillons für eine Bibliothek.

BDA Hamburg Architektur Preis 2018, 1. Preisrang

Erweiterung Unternehmenszentrale Gebr. Heinemann, Hamburg, 2016

Wettbewerb 2013, 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg und Jürgen Hillmer mit Stephanie Joebsch
Projektleitung Andreas Weihnacht
Mitarbeiter Wettbewerb Tanja Hütter, André Wegmann, Katja Mezger, Achim Wangler

Mitarbeiter Ausführung André Wegmann, Angela Schmidtutz, Radmilla Blagovcanin, Hendrik Winter, Monika Sallowski, Renata Dipper, Gabi Kottsieper, Tom Schülke, Christoph Pyka, Kenneth Wong Baumanagement Raimund Kinski, Julia Weinert, Som Phone Sysavanh, Annette Walczynski, Andreas Schulz, Katja Poschmann, Natascha Stadtmüller

HafenCity-Zertifizierung Urs Wedekind
Tragwerksplanung Weber · Poll Ingenieurbüro für Bauwesen, Hamburg Haustechnik Winter Beratende Ingenieure für Gebäudetechnik, Hamburg Brandschutz Hahn Consult, Hamburg
Bauherr Handelsunternehmen Gebr. Heinemann SE & Co. KG
BGF 9.700 m2

BDA Hamburg Architektur Preis 2018, 3. Preisrang

Gyula-Trebitsch-Schule, Hamburg, 2017

Wettbewerb 2014, 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg und Jürgen Hillmer mit Robert Friedrichs Projektleitung Robert Friedrichs
Mitarbeiter Wettbewerb Alessia Spezzano, Andrea Fattori, Valentina Milan

Mitarbeiter Ausführung Hendrik Winter, Lena Wegener, Radmila Blagovcanin, Renata Dipper, Peter Radomski, Lapo Medici, Gabi Kottsieper
Tragwerksplanung Weber · Poll Ingenieurbüro für Bauwesen, Hamburg
Haustechnik Averdung Ingenieurgesellschaft mbH, Hamburg

Landschaftsplanung Bruun & Möllers, Hamburg
Bauherr Freie und Hansestadt Hamburg, Finanzbehörde, SBH Schulbau BGF 5.022 m2

BDA Hamburg Architektur Preis 2018, Würdigung

Neubau einer Eremitage für einen Bücherfreund, Hamburg, 2016

Direktauftrag 2012
Entwurf Volkwin Marg mit Joachim Zais Mitarbeiter Peter Radomski
Realisierung Rüdiger Franke, Architekt BDA Bauherr anonym
BGF 198 m2

In einem offiziellen Festakt am 6. Dezember 2018 nahm Volkwin Marg mit dem gmp-Team die Auszeichnungen vom Bund Deutscher Architekten und Architektinnen Hamburg entgegen. Neben einem ersten Preis für das Bürobauprojekt in der Hamburger HafenCity erhielten die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) einen dritten Preis für die Gyula-Trebitsch-Schule in Hamburg-Tonndorf sowie eine Würdigung für den Neubau eines Gartenpavillons für eine Bibliothek. Mit dem alle zwei Jahre ausgelobten Preis zeichnet der BDA Hamburg realisierte Bauten im Raum Hamburg aus, die vorbildliche Beispiele für gute Architektur sind, und würdigt damit das gemeinschaftliche Werk von Architekten und Bauherren. Die diesjährige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Andreas Denk, Chefredakteur der Zeitschrift der architekt, prämierte gleich drei Projekte der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp).

 

Einen von drei gleichrangigen ersten Preisen erhielt gmp für den 2016 fertiggestellten Erweiterungsneubau der Zentrale des Handelsunternehmens Gebr. Heinemann. Die Jury lobte „die Kraft dieser Arbeit im städte- baulichen Auftritt am Kreuzungspunkt Brooktorhafen und Shanghaiallee als auch in der Schaffung eines Gesamtensembles mit den drei Bausteinen Kaispeicher B, Heinemann-Speicher und dem Ergänzungsbau“. 2013 hatte gmp den Wettbewerb gewonnen und ein Jahr später im Hamburger Elbquartier mit dem Bau des Bürokomplexes begonnen, der formal sowie ästhetisch mit seinem Umfeld eine Einheit bildet. Vor der Kulisse der HafenCity ergänzt der Neubau mit Erd- und Galeriegeschoss, acht Büroetagen sowie zwei Tiefgaragen- ebenen auf einer Grundstücksfläche von 1.286 Quadratmetern die zwei bereits bestehenden Gebäude aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Als nördlicher Abschluss unmittelbar neben dem Heinemann-Speicher fügt sich der Neubau mit ortstypischem Backstein und vertikalem Fassadenrelief sowie seiner geschossübergreifenden vertikalen Gliederung in den Bestand. Zum westlich an das Unternehmensareal angrenzenden Maritimen Museum im ehemaligen Kaispeicher B aus dem 19. Jahrhundert bildet der neue Baukörper ästhetisch das östliche Pendant aus dem 21. Jahrhundert. Eine gläserne Verbindung schließt den neuen und dennoch eigen- ständig nutzbaren Trakt an die Unternehmenszentrale an.

Für die Gyula-Trebitsch-Schule in Hamburg-Tonndorf verliehen die Juroren des BDA Hamburg gmp einen von neun dritten Preisen und hoben die städtebaulich gelungene Vervollständigung der Schule durch die 2017 fertiggestellte Erweiterung hervor: „Die Formulierung als hofbildendes Hufeisen gibt der Schule – und damit auch ihrer Umgebung – in ihrer heterogenen Situation eine klare und feste Form und akzentuiert an den ent- scheidenden Stellen am Eingang und im Pausenhof die Architektur als raumbildende Konstituente.“ Das neue ein- und zweigeschossige Gebäude ist größtenteils in konventioneller Bauweise errichtet und ergänzt den bestehenden Schulcampus durch drei miteinander verbundene Baukörper. Wie ein Mäander bilden sie außen die neue Adresse und innen einen großzügigen, begrünten Pausenhof. Die einzelnen Elemente formen eine Einheit: Die Backsteinfassade reflektiert die Architektur der Vorgängerbauten und vermittelt zur Nachbarbe- bauung. Die zurückgesetzten, gerahmten Öffnungen im Erdgeschoss stehen im Dialog mit den umlaufenden Fensterbändern im Obergeschoss. Für eine spielerische Rhythmisierung sorgen vertikale Streckmetallfelder in drei verschiedenen Grüntönen.

Darüber hinaus entschied die Jury sich für eine Würdigung der „Eremitage für einen Bücherfreund“ von gmp. Die Eremitage entstand anstelle einer Garage im Garten eines Wohnhauses und bietet Raum für die Sammlung von Büchern, Grafiken und Gemälden. Der kleine Baukörper versteckt eine in den Boden versenkte zweigeschossige Stahlgalerie mit gläsernen Umgängen im Garten, umgeben von Bücherregalen, die von oben beleuchtet werden. Der Leseplatz bietet Ausblick auf Haus und Garten. 

 

 

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