Grüner Campus für China Southern Power Grid

 

Eingebettet in eine bewaldete Berglandschaft ist in der südchinesischen Metropole Guangzhou der Hauptsitz des zweitgrößten chinesischen Stromnetzbetreibers entstanden. Der von den Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) entworfene Campus verzahnt Architektur und Natur: Das Ensemble aus zueinander versetzten Punkt- und Atriumbauten schafft eine Folge von begrünten Plätzen, Atrien und Brücken und verbindet so die nach LEED-Nachhaltigkeitsstandards entwickelten Gebäude.

Wettbewerb 2011 - 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas Pomränke 
Projektleitung Wettbewerb Simon Schetter
Mitarbeiter Wettbewerb He Xiao Hua, Xu Ji, Helene Käschel, Qin Wei ,Thilo Zehme, Zhang Xuan
Projektleitung Ausführung Jens Förster
Mitarbeiter Ausführung Jan Peter Deml, Gai Xudong, Bernd Gotthard, He Xiao Hua, Helene Käschel, Lian Kian, Andreas Maue, Pan Xin, Katja Pötzsch, Simon Schetter, Kristin Schoyerer, Qin Wei, Xu Ji, Ye Keke, Thilo Zehme 
Partnerbüro in China Guangzhou Design Institute, Guangzhou
Landschaftsplanung Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden
Tragwerksplanung Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart
Energiekonzept Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin  
Lichtplanung Schlotfeld Lichtdesign, Berlin
Bauherr CSG China Southern Power Grid Co. Ltd 
Areal 180.694 m²
BGF  356.670 m²
Bauzeit 2011 - 2016

Eingebettet in eine bewaldete Berglandschaft ist in der südchinesischen Metropole Guangzhou der Hauptsitz des zweitgrößten chinesischen Stromnetzbetreibers entstanden. Der von den Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) entworfene Campus verzahnt Architektur und Natur: Das Ensemble aus zueinander versetzten Punkt- und Atriumbauten schafft eine Folge von begrünten Plätzen, Atrien und Brücken und verbindet so die nach LEED-Nachhaltigkeitsstandards entwickelten Gebäude. Neben der LEED-NC-Gold-Zertifizierung für das Haupt- und das Konferenzgebäude ist der neue Campus von CSG China Southern Power Grid mit dem ersten Preis für „Excellent Engineering Design 2018“ in Guangzhou ausgezeichnet worden. Das Projekt liegt im Stadtteil Luogang und ist Teil der Guangzhou Science City. Acht Gebäudekuben verteilen sich über das langgestreckte Grundstück am Fuße des Berges Zhu. Alle Baukörper sind jeweils aus einer quadratischen Grundform entwickelt. Die Gebäude eint ihre klar ablesbare Struktur aus einem geschlossenen Sockel, einer transparenten Fuge und einem darüber schwebenden Volumen. Das Bild der mehrschichtigen Fassaden prägt die äußere Schicht aus hellen, vertikalen Granitstützen. Als gestalterisches Leitmotiv fassen diese mehrere Geschosse zu einer Einheit zusammen und übernehmen durch ihre Tiefe zugleich den Sonnenschutz. Dahinter liegt die als Vorhangfassade ausgeführte thermische Hülle, deren anthrazitfarbene Konstruktion einen Kontrast zum hellen Naturstein erzeugt. Durch die Fortsetzung der Materialität im Innenraum entsteht ein fließender Übergang vom Campus in die einzelnen Gebäude sowie zwischen den verschiedenen Funktionen im Quartier.
 
Der Hauptzugang zum Campus führt von der Kexiang Road im Süden über eine große Freitreppe und Rampen zum dem größten der Atriumbauten. Durch seine leicht zurückgesetzte Lage entsteht vor dem Hauptgebäude ein großer Vorplatz. Reflektierende Wasserflächen leiten in den Innenhof, der zur Hälfte von einem Glasdach geschützt ist und eine Eingangshalle bildet. Westlich, mit direktem Zugang von der Xianshan Road aus, liegt das Konferenzzentrum, das ein Auditorium mit 600 Sitzplätzen sowie weitere Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen vorsieht. Das gegenüberliegende Gebäude dient als zentrales Archiv für alle in Guangzhou angesiedelten Institutionen des Unternehmens. Zwei weitere Atriumbauten östlich des Hauptgebäudes nehmen Büros sowie Bereiche für Forschung und Logistik auf. Zusammen mit dem Kantinengebäude am Hang bilden sie den zentralen Platz des Geländes, der mit tieferliegenden Lichthöfen aufgelockert ist. Im Osten schließt der Campus mit den Sporteinrichtungen und einem Appartementhaus für Mitarbeiter und externe Gäste ab.

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