gmp und bbp erhalten Zuschlag für Sanierung

 

Die Konzerthalle von 1965 soll in den kommenden Jahren denkmalgerecht saniert werden. In einem zweistufigen Verhandlungsverfahren der Landeshauptstadt Kiel haben sich die Architekten von Gerkan, Marg und Partner gemeinsam mit den Kieler Architekten bbp durchgesetzt. Im Mittelpunkt der Sanierung wird die akustische und technische Aufwertung des Konzertsaals mit 1.400 Sitzplätzen für klassische Konzerte ebenso wie für Theatervorstellungen, Feste und Kongresse stehen.

VgV-Verhandlungsverfahren 2019 – Zuschlag
Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Christian Hellmund.
Projektleitung Christian Hellmund
Mitarbeiter gmp VgV Anna von Aulock, Tobias Alexander Schmidt, Nadja Stachowski, Jens Weiler
Partnerbüro bbp:architekten bda, Kiel
Mitarbeiter bbp VgV Sven Heitmann, Doris Hönig, Sven Friedrichs
Bauherr Landeshauptstadt Kiel
NRF Konzertsaal 6.300 m²
Sitzplätze 1.400

Die Konzerthalle von 1965 soll in den kommenden Jahren denkmalgerecht saniert werden. In einem zweistufigen Verhandlungsverfahren der Landeshauptstadt Kiel haben sich die Architekten von Gerkan, Marg und Partner gemeinsam mit den Kieler Architekten bbp durchgesetzt. Im Mittelpunkt der Sanierung wird die akustische und technische Aufwertung des Konzertsaals mit 1.400 Sitzplätzen für klassische Konzerte ebenso wie für Theatervorstellungen, Feste und Kongresse stehen.

Das Kieler Schloss liegt nördlich der Altstadt auf der Westseite der Kieler Förde. Während der Vorplatz an die Innenstadt anschließt, bieten die rückwärtige Seite und der Schlossgarten einen Blick über die Hafenlandschaft. Am Ort des heutigen Gebäudes stand bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg das alte Kieler Schloss als eines der bedeutendsten Bauwerke der Renaissance in Schleswig-Holstein, von dem nur der Westflügel erhalten blieb. 1965 wurden der neue Ostflügel und die Konzerthalle nach dem Entwurf der Hamburger Architekten Sprotte und Neve eröffnet. Seit 2005 steht das gesamte Ensemble unter Denkmalschutz. Im Vorfeld des Verhandlungsverfahrens hat eine Konzeptstudie von bbp:architekten aus Kiel den Sanierungsbedarf der Konzerthalle und die Möglichkeiten baulicher Veränderungen aufgezeigt.

Der Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) und bbp:architekten für die Sanierung
zielt auf den Erhalt und die Wiederherstellung des Originalzustands der Konzerthalle, die beispielhaft für die moderne Architektur der frühen 1960er-Jahre steht. So werden beispielsweise helle Materialien und eine neue Lichtgestaltung die Qualitäten von Foyer und Saal wieder hervorheben und die Räume zu einer gestalterischen und atmosphärischen Einheit verbinden. Mit einer verbesserten Akustik und Veranstaltungstechnik wird der Saal zukünftig sowohl den Anspruch klassischer Konzerte als auch die Anforderungen verschiedenster Veranstaltungsformate wie Theateraufführungen, Feste und Kongresse erfüllen.

Bei der Sanierung des Konzertsaals am Kieler Schloss bringen die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) ihre Erfahrung aus verschiedenen realisierten Konzertsälen ein: 2017 wurde die mehrfach ausgezeichnete Sanierung und Modernisierung des Kulturpalastes Dresden mit einem neuen Konzertsaal für die Dresdner Philharmonie fertiggestellt. Zudem sind in den letzten Jahren verschiedene große Konzert- und Theaterbauten in China entstanden, wie das Grand Theater in Chongqing (2009), das Grand Theater in Qingdao (2010) und das Grand Theater in Tianjin (2012) sowie das Guangxi Culture and Art Center in Nanning (2018). In München entsteht derzeit der modulare Interimskonzertsaal für den Gasteig als temporäre Spielstätte der Münchner Philharmonie. Mit bbp:architekten hat gmp zudem einen erfahrenen lokalen Partner an seiner Seite, der die Erfahrung aus der mehrjährigen Untersuchung für die Konzeptstudie zum Kieler Konzertsaal einbringt.

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