gmp saniert denkmalgeschützen Schalenbau von Ulrich Müther

 

Die 1969 erbaute Hyparschale am östlichen Magdeburger Elbufer gehört zu den rund fünfzig noch erhaltenen Schalenbauten von Ulrich Müther. Nach über 20 Jahren Leerstand beginnt jetzt die denkmalgerechte Sanierung nach dem Entwurf von gmp. Neben der Wiederbelebung als Veranstaltungs- und Ausstellungsort steht hierbei die Instandsetzung des Betonschalendaches im Mittelpunkt, wodurch die stützenfrei konstruierte Halle in ihrer räumlichen Wirkung wieder erlebbar wird.

VgV-Verhandlungsverfahren 2017 – Zuschlag
Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Christian Hellmund
Projektleitung Sophie von Mansberg
Mitarbeiter Rosaria de Canditiis, Annett Fabian (BIM), Sonja Kautz, Ursula Köper,
Annette Löber, Bao Wangtao, Thilo Zehme (Visualisierungen), Aaron Zuber
Bauleitung gmp Moritz Buchholz, Jessica Neumann, Christoph Rohner
Tragwerk/Brandschutz Prof. Rühle, Jentzsch & Partner GmbH, Dresden
Carbonbeton-Technologie CarboCon GmbH, Dresden
TGA Haupt Ingenieurgesellschaft mbH, Leipzig; Ingenieurbüro Breitmeier, Burg
Lichtplanung Lichtvision Design GmbH, Berlin
Akustik ADA Acoustics & Media Consultants GmbH, Berlin
Straßen-, Tiefbau- und Abwassertechnik IKM Ingenieurkontor Magdeburg
Bauphysik Ingenieurbüro Kriegenburg, Magdeburg; ITG Energieinstitut GmbH, Magdeburg;
Bauphysik@integrierte Planung Kai Rentrop, Dresden
Bauherr Landeshauptstadt Magdeburg, Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement
BGF 3.948 m²

Die 1969 erbaute Hyparschale am östlichen Magdeburger Elbufer gehört zu den rund fünfzig noch erhaltenen Schalenbauten von Ulrich Müther. Nach über 20 Jahren Leerstand beginnt jetzt die denkmalgerechte Sanierung nach dem Entwurf von gmp. Neben der Wiederbelebung als Veranstaltungs- und Ausstellungsort steht hierbei die Instandsetzung des Betonschalendaches im Mittelpunkt, wodurch die stützenfrei konstruierte Halle in ihrer räumlichen Wirkung wieder erlebbar wird.

Der Entwurf von gmp für den Schalenbau soll die seit 1997 ungenutzte und stark verfallene Mehrzweckhalle als multifunktionalen Veranstaltungs- und Ausstellungsort wiederbeleben. Neben der Stärkung des Ensembles aus Hyparschale und Stadthalle steht dabei die innenräumliche Wirkung des Schalendachs im Mittelpunkt. Müther konstruierte die Betonschale aus vier hyperbolischen Paraboloiden. Die regelmäßig doppelt gekrümmten Dachflächen überspannen eine Fläche von 48 x 48 Metern und ermöglichen die komplett stützenfreie Halle. Im Rahmen der Sanierung wird die Tragfähigkeit des Daches wiederhergestellt und durch den Einsatz von Carbonbeton sogar erhöht.

Zudem werden die über Kreuz zwischen den Schalen verlaufenden Oberlichter wieder geöffnet. Die Lichtbänder betonen die Schalenform und bieten eine optimale Belichtung für das Zentrum der Halle: Neu eingefügte Galerieebenen und begehbare Brücken machen den offenen Raum mit seinem geschwungenen Dach vielfältig nutz- und erlebbar. Stahlkonstruktionen und Fassaden im Innenraum knüpfen konstruktiv und gestalterisch an die ursprünglich industriell geprägte, vertikal betonte Außenfassade aus Stahl und Glas an. Hier ersetzt eine transparente Glasfassade die bisherige transluzente Industrieverglasung, wobei die originale Fassadenkonstruktion erhalten bleibt.

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