Die Ergebnisse des aac-Workshops werden im DAM in Frankfurt ausgestellt

 

Der Herbst-Workshop 2019 der Academy for Architectural Culture widmete sich der Frage, wie ein Interimsbau für die Oper Frankfurt gestaltet sein könnte. Unter der Leitung von Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz entwickelten die internationalen Stipendiatinnen und Stipendiaten Entwürfe für ein Opern-Interim an der Bockenheimer Warte, die im Ensemble mit dem bestehenden Bockenheimer Depot einen öffentlichen Kulturplatz definieren könnten. Die Ergebnisse werden ab dem 24. Januar im DAM in Frankfurt ausgestellt.

Vernissage Freitag, der 24. Januar 2020, 19 Uhr
Ort 2. Obergeschoss, Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main
Laufzeit 25.01. – 23.02.2020
Öffnungszeiten Di, Do-So 10 – 18 Uhr und Mi 10 – 20 Uhr

Workshop-Leitung Prof. Dr. h. c. mult. Dipl-Ing. Architekt BDA Meinhard von Gerkan, Dipl.-Ing. Architekt BDA Stephan Schütz mit Dipl.-Ing. Architekt Nicolas Pomränke
aac-Team Enno N. Maass, Annika Göttle, Anja Meding
Tutoren Annika Göttle, Prof. Philipp Kamps, Sona Kazemi, Anja Meding

Der Herbst-Workshop 2019 der aac Academy for Architectural Culture widmete sich der Frage, wie ein Interimsbau für die Oper Frankfurt gestaltet sein könnte. Unter der Leitung von Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz entwickelten die internationalen Stipendiatinnen und Stipendiaten Entwürfe für ein Opern-Interim an der Bockenheimer Warte, die im Ensemble mit dem bestehenden Bockenheimer Depot einen öffentlichen Kulturplatz definieren könnten. Die Ergebnisse werden ab dem 24. Januar 2020 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt ausgestellt.

Viele deutsche Bühnenhäuser sind in ihrer Substanz sanierungsbedürftig und auch bühnentechnisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Auf die staatlichen Kulturinstitutionen kommen daher in näherer Zukunft zahlreiche Um- oder Neubaumaßnahmen zu. Um den Häusern während einer Sanierungsphase sowohl ihre hochkarätigen Ensembles wie auch ihren Abonnenten- und Zuschauerstamm zu erhalten, müssen Interims-lösungen gefunden werden, mit deren Hilfe der Spielbetrieb in einem ansprechenden Umfeld aufrechterhalten werden kann. In diesem Zusammenhang nahm sich der Workshop dem Zukunftsthema „Interim“ an: Konkret bestand die Aufgabe im Entwurf eines Interimsgebäudes für die Oper Frankfurt in der Nähe des eigentlichen Standortes, nämlich an der drei U-Bahn-Stationen entfernten Bockenheimer Warte. Gut erschlossen und innenstadtnah wurde für den Workshop ein fiktives Areal bestehend aus dem Gelände der Universitätsbibliothek sowie der Rasenfläche direkt neben dem Bockenheimer Depot definiert.

Das Seminar begann mit einer dreitägigen Exkursion nach Frankfurt. Vor Ort konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Oper wie auch vom Bockenheimer Depot einen Eindruck verschaffen. Eine Stadtführung und der abendliche Besuch der Oper „Radamisto“ von Händel ergänzten das Programm. Auf diesen Impressionen aufbauend, stellte Stephan Schütz die konkrete Entwurfsaufgabe vor, zu der in einer Charrette erste Ideen erarbeitet und anschließend präsentiert wurden. Zurück in Hamburg ging es in den Studios der aac an die Entwurfsarbeit. Den vier Viererteams standen erfahrene Tutorinnen und Tutoren zur Seite. Inputvorlesungen und Kritikrunden mit den Gastprofessoren Prof. Much Untertrifaller von Dietrich | Untertrifaller Architekten aus Bregenz, Prof. Jörg Friedrich von pfp architekten aus Hamburg und Fabian Hörmann von EM2N aus Zürich ergänzten das umfassende Lehrprogramm.

Alle vier Gruppen haben nicht nur Ideen für einen Interimsbau entwickelt, sondern mit Bezug auf das Bockenheimer Depot von 1900 ein Ensemble geschaffen, das einen öffentlichen Kulturplatz definieren würde. In jedem der vier konzipierten Neubauten könnte der Spielbetrieb ohne große funktionale Einbußen weitergehen, um das Repertoire des Hauses zur Aufführung zu bringen: Gruppe 1 platziert die Funktionen locker und einsehbar innerhalb eines offenen und begehbaren Gerüsts. Gruppe 2 entwickelt eine leichte und transparente Skulptur, die durch Faltungen sowohl im Grundriss wie in den Fassaden einladende Stadträume definiert. Gruppe 3 macht die Funktionen des Interims, ähnlich einem Schaufenster, zum Teil des öffentlichen Straßenraums. Gruppe 4 stapelt die Funktionen in einem semitransparenten, kompakten Kubus. Die Ergebnisse werden nun im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main ausgestellt, wo die Schau mit einer Vernissage am 24. Januar 2020 eröffnet.

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