Chinesisches Nationalmuseum in Peking: Erste internationale Ausstellung nach Um- und Erweiterungsbau

 

Vier Jahre nach der Grundsteinlegung öffnet am 1. April 2011 das Chinesische Nationalmuseum in Peking seine Pforten für die Öffentlichkeit. Nach den Plänen der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) vereint der Um- und Erweiterungsbau das ehemalige Chinese History Museum mit dem Chinese Revolutionary Museum.

Vier Jahre nach der Grundsteinlegung öffnet am 1. April 2011 das Chinesische Nationalmuseum in Peking seine Pforten für die Öffentlichkeit. Nach den Plänen der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) vereint der Um- und Erweiterungsbau das ehemalige Chinese History Museum mit dem Chinese Revolutionary Museum. Mit 192.000 Quadratmetern ist dieses Gebäude im Herzen Pekings das größte Museum der Welt und wird als Schaufenster für die Kunst und Geschichte einer der ältesten Kulturen der Menschheit dienen. Zur feierlichen Eröffnung werden neben chinesischen und deutschen Repräsentanten die Generaldirektoren Michael Eissenhauer (Staatl. Museen zu Berlin), Martin Roth (Staatl. Kunstsammlungen Dresden), Klaus Schrenk (Bayerische Staatsgemäldesammlungen München) sowie der Architekt Meinhard von Gerkan erwartet.

Markierte das 1959 als eines von zehn bedeutenden öffentlichen Gebäuden fertig gestellte Bauwerk am Tian’anmen-Platz bereits einen Meilenstein neuerer chinesischer Architekturgeschichte, setzt der nun realisierte Entwurf dies mit zeitgemäßen Mitteln fort: Die gestaffelten Dachtypologien der Verbotenen Stadt, die auch andere Gebäude in dem Umfeld bestimmen, haben die Architekten an dem Neubau weitergeführt – jedoch im Detail und Material differenziert. Zudem haben sie die für den Bestandsbau typischen Kolonnaden und Fensterarchitekturen in eine zeitgemäße Formensprache übersetzt.

Gleichzeitig mit der Einweihung des Chinesischen Nationalmuseums eröffnet am 1. April die bislang größte deutsche Auslandsausstellung in diesen Räumen. Auf 2.700 Quadratmetern stellen die Staatlichen Museen zu Berlin, Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Bayerische Staatsgemäldesammlungen München über 450 Exponate zur "Kunst der Aufklärung" aus. Im Mittelpunkt stehen Kunstwerke, in denen die zentralen Ideen der Aufklärung sichtbar werden, ihr Einfluss auf die Bildenden Künste und die Wirkungsgeschichte von den künstlerischen Revolutionen des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Wettbewerb 2004 – 1. Preis
Entwurf Wettbewerb Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle und Doris Schäffler
Entwurf Überarbeitung Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleitung Matthias Wiegelmann mit Patrick Pfleiderer
Mitarbeiter Entwurf Gregor Hoheisel, Katrin Kanus, Ralf Sieber, Du Peng, Chunsong Dong
Mitarbeiter Ausführung Bao Wei, Johanna Enzinger, Anna Bulanda-J., Kong Jing, Andreas Goetze, Guo Fuhui, Mulyanto, Chen Yue, Zheng Xin, Gao Hua, Xing Jiuzhou, Helga Reimund, Tobias Keyl, Christian Dorndorf, Annette Loeber, Verena Fischbach, Jiang LinLin, Liu Yan, Mehrafarin Rubehi, Yoko Uraji, Lu Han, Xia Lin, Tian Jinghai, Uli Bachmann, Ajda Guelbahar, Iris Belle, Sabine Stage
Chinesisches Partnerbüro CABR (Chinese Academy of Building Research), Peking
Bauherr The National Museum of China
BGF 192.000 m²
Planungsbeginn 2004
Umplanung 2005
Grundsteinlegung 17. März 2007
Bauzeit 2007-2011

Chinesisches Nationalmuseum, Peking, China

Vortrag >
< Vortrag