Russland, Samara 

Samara Stadion, FIFA WM 2018, Russland

Samara Stadion, FIFA WM 2018, Russland Samara Stadion, FIFA WM 2018, Russland Samara Stadion, FIFA WM 2018, Russland          
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Direktauftrag 2013
Entwurf Volkwin Marg und Hubert Nienhoff
In Kooperation mit / Russische Adaption ARENA Project Institute, Moskau
Projektleitung Michael Scholz
Mitarbeiter Entwurf Philipp Weber, Nikolai Reich
Tragwerksentwurf Dach und Fassade schlaich bergermann partner sbp gmbh
Anzahl Ränge 2
Sitzplätze 45.000
BGF 148.084 m²
Länge des Stadions 330 Meter
Breite des Stadions 330 Meter
Höhe des Stadions 58,30 Meter

 

Fotografen:

gmp Architekten

www.gmp-architekten.de

Das für die Weltmeisterschaft 2018 entworfene Stadion Samara liegt am nördlichen Rand der russischen Millionenstadt. Eine konzentrisch angelegte Parklandschaft umgibt das kreisrunde, für 45.000 Besucher ausgelegte Stadion, auf das Wege radial zu laufen.

Grundlage für den Entwurf war die von den russischen Projektpartnern favorisierte Großform einer Kugelkalotte. Als Referenz an Samaras Flugzeug- und Maschinenbauindustrie sollte das Stadion auf diese Weise wie eine große Turbine oder einen Propeller erscheinen. Mit den gegebenen Parametern hat gmp die Organisation der Funktionsbereiche des Stadions sowie die Geometrie der Tribünenschüssel konzipiert.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Studien zur Dachkonstruktion entwickelt, um den durch die Grundkonzeption gegebenen konstruktiven und räumlichen Konflikt zwischen Dachkalotte und Tribünengeometrie zu lösen. Beide wurden als unabhängige konstruktive Systeme entwickelt, so dass eine modulare Vorfertigung und unabhängige Errichtung ermöglicht wurde.

Die vorgeschlagene Konstruktion des Stadiondachs setzt sich aus radial angeordneten Kragträgern zusammen, die mit einer perforierten, transparenten Außenhaut bekleidet sind. Zwischen diesen Bindern sind jeweils transluzente Membranen gespannt. Im Wechsel von transparenten und geschlossenen Flächen entsteht so einerseits für die Zuschauer auf den Tribünen ein Ausblick wie durch einen sich drehenden Propeller, andererseits strahlen Events in der Fernwirkung insbesondere bei Dunkelheit weit in den Stadtraum aus.

In Anlehnung an die Entwurfsplanung, die gmp bis 2014 erarbeitet hatte, wurde dann von den russischen Projektpartnern ein in Größe, Konstruktion und räumli-cher Wirkung grundlegend veränderter Stadionbau realisiert.